2. Bundesliga

Härtetest und Generalprobe für Hannover 96 in Bremen

Hannover - Das wird ein echter Härtetest! Zum letzten Vorbereitungs-Match tritt Hannover 96 am Samstag um 13 Uhr bei Bundesligist Werder Bremen an. Zuschauer sind nicht zugelassen, 96 bietet einen Live-Stream an.

Für die Roten ist es die Generalprobe vor dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison am 14. September im DFB-Pokal bei den Würzburger Kickers.

Nach wie vor ist 96 auf der Suche nach weiteren Verstärkungen. Jüngster Neuzugang ist Patrick Twumasi (26), der schon beim Medizin-Check gewesen ist. Er soll 800000 Euro Ablöse kosten, spielte zuletzt beim spanischen Erstligisten Alaves. Er stammt aus Ghana, war zuvor der Star beim kasachischen Dauermeister Astana.

Ein weiterer Kandidat ist Tolgay Arslan (30), der zuletzt bei Fenerbahce Istanbul kickte. Die Türken geben ihn frei, doch der Transfer ist schwierig wegen des Geldes. Arslan verdiente bei „Fener“ drei Millionen netto – für 96 unvorstellbar zu finanzieren. Die Türken müssten wohl weiter etwa die Hälfte übernehmen.

Unterdessen wurden in den vergangenen Tagen mehrere, von Trainer Kenan Kocak nicht mehr wohlgelittene Routiniers verabschiedet oder hinaus komplementiert – je nachdem wie man es sieht. Versüßt wurde Prib (200000 Euro, Wechsel nach Düsseldorf, Felipe und Bakalorz (600000 Euro) der Abschied mit sechsstelligen Abfindungen, die zusammen 1,5 Millionen Euro ausmachen. Auf der anderen Seite wird bei 96 genau darauf geschaut, möglichst wenig Geld auszugeben. Die bisherigen sieben Neuen kosteten bislang keine Ablösen. Man habe die Abgänge mit „Fairness und Respekt“ abwickeln wollen, so Profi-Boss Martin Kind.

Neues von den Neuen: Kingsley Schindler wird in Bremen fehlen wegen Hüftproblemen. Mike Frantz legte eine Trainingspause ein, soll aber bei Werder spielen Linton Maina (heftige Unterschenkelprellung aus dem Uerdingen-Test) kann weiterhin nicht eingesetzt werden. Neuer Kapitän ist der während der Rückrunde gekommene Dominik Kaiser, Stellvertreter ist Mike Frantz.

Offen ist weiterhin, ob 96 zum Punktspielstart gegen Karlsruhe vor Zuschauern spielen kann. Im Gespräch sind derzeit 1000 Zuschauer nach niedersächsischen Leitlinien bei einem entsprechenden Hygienekonzept. Bei dieser Größenordnung würde 96-Chef Kind zustimmen – wirtschaftlich tragbar sei dies jedoch nicht. Er würde darin aber ein positives Signal sehen.

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