Hannover 96 eine Woche im Trainingslager in Österreich

„Feinschliff“ ist angesagt

Trainingslager vor malerischer Kulisse: Die „Roten“ bereiten sich in Saalfelden vor. Foto: Kaletta

HANNOVER Seit Donnerstag ist Hannover 96 wieder in Österreich. In Saalfelden absolviert der Fußball-Bundesligist ein weiteres, achttägiges Trainingslager und tritt dort am Sonntag gegen die Hull City Tigers (2. Liga England) sowie am kommenden Dienstag gegen den türkischen Erstliga-Klub Caykur Rizespor an. „Feinschliff“ ist jetzt angesagt.

Für die Mannschaft von Trainer Michael Frontzeck sind es die die Testspiele acht und neun. Bislang hat es für die „Roten“ vier Siege und zwei Unentschieden in den bisherigen Vorbereitungspartien gegeben. Bei Drittligist Münster und gegen den spanischen Zweitligisten Mallorca reichte es jeweils nur zu einem Remis. Nach der Rückkehr aus Österreich steht noch der wohl bedeutsamste Test gegen den englischen Erstligisten AFC Sunderland am 1. August an.

Gespannt waren die 96-Fans gegen Mallorca auf den bislang letzten Neuzugang Mevlüt Erdinc (sprich: Erdintsch). Doch so richtig wollte es bei seinem ersten Einsatz für die Hannoveraner noch nicht klappen. Trainer Frontzeck hatte den aus St. Etienne gekommenen Stürmer zu der Premiere überredet, nachdem Artur Sobiech wegen Gehirnerschütterung und den Nachwirkungen seiner Knie-Operation ausgefallen war. Schon nicht schlecht war dagegen der Auftritt der neuen Flügelzange. Der Ex-Freiburger Felix Klaus und der Däne Uffe Bech wirbelten auf den Außenbahnen. Dazwischen dürften im zentralen defensiven Bereich Salif Sané und Manuel Schmiedebach gesetzt sein. Leon Andreasen gilt als Alternative. Nicht zur Verfügung steht weiter Hiroshi Kiyotake, für den es nach seinem Fußbruch keinen expliziten Ersatz gibt.

In der Abwehr absolviert der aus Freiburg gekommene Oliver Sorg nach seinem Faserriss vorerst nur Lauftraining. Er ist für die Position von Hiroki Sakai eingeplant. Der Japaner wird jetzt aktuell mit dem italienischen Erstligisten SSC Neapel in Verbindung gebracht. Derzeit könnte 96 für ihn noch eine Ablöse kassieren, im nächsten Sommer nicht mehr, weil Sakai dann ablösefrei wäre. Sorg könnte aber auch links spielen, zumal der Chilene Miiko Albornoz erst Montag ins 96-Training einsteigt, nachdem er mit seinem Heimatland die Copa America holte.

Im Abwehrzentrum herrscht dagegen Gedränge. Marcelo (zum Pokalauftakt in Kassel gesperrt) und Schulz sind gesetzt, aber Rekonvaleszent Andre Hoffmann (ein Jahr wegen Kreuzbandriss gefehlt) und Felipe melden Ansprüche an. Im Tor bleibt Ron-Robert Zieler Nummer eins, der nach seiner Ellenbogen-OP gegen Mallorca erstmals wieder spielte. Nummer zwei ist Neuzugang Philipp Tschauner. Als Nummer drei darf der Österreicher Simon Radlinger trotz Angeboten aus Norwegen und der Schweiz nun wohl doch nicht gehen, weil Coach Frontzeck bei Youngster Timo Königsmann Defizite in der Athletik offenbarte.

Nach dem Samstagstraining wählt das Team seinen Kapitän und den Mannschaftsrat. Frontzecks Vorgänger Slomka und Korkut hatten ihre Kapitäne bestimmt. haz/gsd

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