Hannover 96 steht heute gegen Hertha BSC schwer unter Druck

Erster Sieg im Jahr 2015 oder das volle Dutzend?

Im Hinspiel können die „Roten“ nach dem Abpfiff feiern: Durch Treffer von Jimmy Briand und Hiroshi Kiyotake siegt 96 im Berliner Olympiastadion mit 2:0. Fotos: Zwing (gsd)

HANNOVER Elf Spiele hat Hannover 96 nun schon bereits nicht gewonnen – machen die „Roten“ am heutigen Freitag (20.30 Uhr, HDI-Arena) das Dutzend voll oder können sie gegen Hertha BSC Berlin super-wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt buchen? Es wäre gleichzeitig auch der erste Dreier in diesem Jahr.

Ein zwölftes siegloses Spiel in Folge würde die Situation dramatisch verschärfen. 96 steht auf dem viertletzten Platz – und immer werden die noch nachfolgenden Teams (HSV, Paderborn, Stuttgart) auch nicht patzen. Der Druck auf Trainer Tayfun Korkut und seine Mannschaft ist also noch größer vor der Partie gegen die Berliner, die sich trotz des 2:0 gegen Paderborn auch noch nicht als gerettet ansehen.

Kann 96 genügend Kraft aus dem 2:2 in Frankfurt ziehen? Wie sich Kapitän Lars Stindl & Co. nach dem 0.2-Rückstand noch durch die Treffer von Marcelo und Didier Ya Konan noch das 2:2 erkämpften, war sicher aller Ehren wert. Doch Korkut ärgerte sich nach der ersten Freude über den einen Zähler gleich über die zwei weitere vergebenen.

96 gegen Hertha – da treffen heuet zwei unterschiedliche Ausrichtungen aufeinander. Das Korkut-Team will und muss spielen, die Berliner rühren Abwehr-Beton an. „Ein gefährliches Spiel“, schwant Korkut daher. Nach dem Trainerwechsel bei Hertha kassierte das Team von Pal Dardai in acht Spielen kein Gegentor. Der 96-Coach ließ Hertha mehrfach beobachten, erfuhr so, dass Hertha auf ein, zwei Möglichkeiten wartet und besonders bei Standards wie bei Freistößen und Ecken immer gefährlich ist. Korkut befürchtet, dass die Dardai-Elf mit einem Punkt zufrieden ist – der für die „Roten“ zu wenig wäre.

Aller Voraussicht nach kehrt der Spanier Joselu, der wegen einer heftigen Grippe in Frankfurt ausgefallen war, zurück ins 96-Team. Möglicherweise gibt es ja sogar eine Doppelspitze, nachdem Ya Konan trotz weiter bestehenden Trainingsrückstands mit dem gefühlvollen Schuss zum 2:2-Unentschieden ein Achtungszeichen gesetzt hat. Den letzten „Feinschliff“ holten sich die 96er, die das Hinspiel im Olympiastadion mit 2:0 gewannen, am Donnerstag mit dem zweiten „Geheimtraining“ in dieser Woche.

Ausverkauft sein wird der Abstiegskampf heute nicht. Bisher hat 96 etwa 41 000 Tickets abgesetzt, 44 000 Zuschauer werden insgesamt erwartet. haz/gsd

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