Hannover spielt 0:2 gegen schwache Kölner / Bittencourt trifft doppelt

„Ein absolutes Desaster“: 96 verliert den Anschluss

Der Ex-96er Leonardo Bittencourt ist mit zwei Treffern der Matchwinner. Fotos: Kaletta

HANNOVER Hat es noch eines Beweises bedurft, dass die Mannschaft von Hannover 96 nicht erstligatauglich ist, so bewies das inzwischen abgeschlagene Schlusslicht der Fußball-Bundesliga diese Tatsache spätestens bei der 0:2 (0:1)-Niederlage in einem unansehnlichen und langweiligen Spiel gegen den 1. FC Köln.

Einen unrühmlichen Negativrekord stellte das Team von Trainer Thomas Schaaf mit der elften Niederlage in 13 Heimspielen auf. Außerdem verlor noch kein neuer Trainer fünf Heimspiele in Folge. Und mit mageren 17 Punkten nach 26 Spieltagen ist bisher jede Mannschaft abgestiegen.

„Es ist ein absolutes Desaster“, fasste Torwart Ron-Robert Zieler, der derzeit noch einzig Bundesligaansprüchen genügt, diese erneut desaströse Leistung vor allem in der zweiten Halbzeit zusammen. „Außer Zieler könnt ihr alle gehen“, riefen die 96-Fans zu Recht. Nach dieser erneuten Heim-Katastrophe meinte Zieler zu den Aussichten, sich retten zu können: „Wir brauchen ein kleines Wunder.“ Doch daran glaubt wohl kaum noch jemand.

Und ausgerechnet Leonardo Bittencourt dürfte seine ehemalige Mannschaft nun wohl endgültig in die zweite Liga geschossen haben. Aus zwei Chancen machten die Gäste zwei Tore. Und diese beiden Chancen nutzte Bittencourt zum 1:0 (43. und zum 2:0-Endstand (62.).

Doch zuvor hätten die Gastgeber, die forsch begannen, in Führung gehen müssen. Einen Schuss von Kenan Karaman von der Strafraumgrenze in der 13. Minute parierte Kölns Keeper Timo Horn glänzend mit einer Faust. In der 26. Minute strich ein Schuss von Adam Szalai knapp rechts am FC-Gehäuse vorbei. Und nur vier Minuten später hätte Szalai das 1:0 machen müssen, als er elf Meter vor dem Kölner Kasten, toll freigespielt von Iver Fossum, das Leder über den Querbalken jagte. Besser machte es das Bittencourt, der nach einer Rechtsflanke von Marcel Risse nur noch den Fuß am langen Pfosten hinhalten musste zur 1:0-Führung. Dieser Gegentreffer schien die „Roten“ nach dem Wechsel regelrecht zu lähmen. Und nach einem Patzer von Karaman, der den Ball völlig unnötig gegen Jonas Hector verlor, war es erneut Bittencourt, der mit einem Schuss aus 16 Metern, der noch leicht von Salif Sane abgefälscht wurde, die Entscheidung zum 2:0 erzielte.

„Ich bin mega-enttäuscht. Nach dem Gegentreffer ist uns nichts mehr gelungen“, meinte Thomas Schaaf, der zudem den Frust der Fans nachvollziehen konnte. „Wir kriegen es nicht auf die Reihe, unsere Situation zu verbessern.“ wg/gsd

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