Hannoveraner gewinnen bei Hertha BSC 3:0 / Schlaudraff sorgt für Entscheidung

Effektivität bringt 96 den Auswärtssieg

Zweikampfstark: Artjoms Rudnevs (Hannover 96) setzt sich gegen Levan Kobiashvili (Hertha BSC) durch. Fotos: Kaletta

HANNOVER „Effektiv - effektiver - Hannover 96“: Einmal mehr trifft diese Steigerung nach dem 3:0 (0:0)-Erfolg der „Roten“ bei Hertha BSC zu. Und ausgerechnet Lars Stindl und Jan Schlaudraff gehörten zu den Torschützen. Zwei Spieler von Hannover 96, die in der Vergangenheit alles andere als torgefährlich waren, sicherten den „Roten“ den zweiten Auswärtssieg der Saison.

Mit diesem Sieg bei den heimschwachen Herthanern, die somit siebenmal in Folge im Olympiastadion nicht gewinnen konnten, buchte Hannover wichtige Zähler, um in der Fußball-Bundesliga nicht in die Gefahrenzone abzurutschen.

Den dritten Treffer zum erst zweiten Auswärtssieg in dieser Saison steuerte Szabolcs Huszti in der Nachspielzeit bei. „Wir haben jetzt ein bisschen mehr Ruhe“, fand 96-Trainer Tayfun Korkut nach den Treffern in der 49. Minute durch Stindl nach Vorarbeit des starken Leonardo Beittencourt, nur acht Minuten später durch Schlaudraff – nach Bittencourts Vorarbeit umkurvte Schlaudraff Herthas Keeper Thomas Kraft und schob locker ein –– und in der Nachspielzeit durch Huszti nach genialem Pass vom eingewechselten Didier Ya Konan durch die Schnittstelle der Hertha-Defensive. Drei Torchancen also für die Gäste, und dreimal trafen sie. Effektiver geht’s nimmer.

„Wir haben schon länger nach unten geschaut. Das waren wichtige Punkte im Abstiegskampf“, atmete Innenverteidiger Christian Schulz durch, dessen Team zuvor fünfmal sieglos gewesen war. Hannover hatte sich zunächst ohne den an der Schulter operierten Stürmer Mame Diouf weit zurückgezogen. Als sich mit Artjoms Rudnevs der einzig verbliebene Angreifer in der 30. Minute eine Fleischwunde zugezogen hatte und ausschied, musste man um die Offensivkräfte von 96 noch mehr fürchten.

Doch mit Stindl und dem für Rudnevs eingewechselten Schlaudraff trafen zwei sonstige „Tor-Abstinenzler“. Stindls letztes Tor liegt schon 16 Monate zurück. Schlaudraff musste sogar 18 Monate auf den nächsten Treffer warten. Hertha-Coach Jos Luhukay war bedient: „Hannover hat verdient gewonnen, aber sie waren nicht die bessere Mannschaft.“ gsd

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