Hannover muss nach dem 0:3 gegen Dortmund weiter nach unten schauen

Druck auf 96 wird größer

Während die Dortmunder mit den Fans feiern, ist den „Roten“ die Enttäuschung anzusehen.

HANNOVER Nach der 0:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund muss Hannover 96 aufpassen, nicht doch noch in den Abstiegsschlamassel in der Bundesliga hineingezogen zu werden. „Wenn du selbst nicht punktest und die anderen Mannschaften unter uns Punkte holen, kommt zwangsläufig der Druck“, wusste denn auch 96-Sportdirektor Dirk Dufner um die Gefahr.

„Uns hat ein Tor gefehlt“, meinte 96-Innenverteidiger André Hoffmann, der in der 16. Minute dieses so wichtige Tor auf dem Fuß hatte, doch wie schon gegen Leverkusen nur den Pfosten des Dortmunder Gehäuses traf. Die lange Zeit harmlosen Gäste konnten sich dann noch bei Torwart Roman Weidenfeller bedanken, der bei einem Schuss von Lars Stindl nach einer halben Stunde den Ball um den Pfosten zur Ecke lenkte und so den Rückstand verhinderte.

96-Trainer Tayfun Korkut hatte aus der Not geboren mit Szabolcs Huszti und Leonardo Bittencourt zwei „falsche Neuner“ gebracht, nachdem auch Artjoms Rudnevs noch nicht fit ist. Didier Ya Konan saß hingegen auf der Auswechselbank, er hat nach langer Verletzungspause aber noch nicht die Luft für 90 Minuten. Huszti und Bittencourt bemühten sich zwar redlich, waren aber gegen die gut gestaffelte Dortmunder Abwehr letztlich überfordert. Diese „sehr schwere Aufgabe“, so Dortmunds Trainer Jürgen Klopp, wurde indes für die Gäste durch das 1:0 durch Mats Hummels erleichtert. Und als Robert Lewandowski mit einem „Weltklassetor“, so Klopp, bei dem der Pole nacheinander Hoffmann, Christian Schulz, Salif Sané und Sebastien Pocognoli umkurvte, das 2:0 (52.) erzielte, war der Sieg des Tabellenzweiten endgültig eingetütet. „Da sahen wir hinten nicht gut aus. Trotzdem, es war einfach sensationell“, befand Hoffmann. „Vor dem 0:1 waren wir gleichwertig, nach dem 0:1 dann nicht mehr. Und nach dem 0:2 haben die Spieler nicht mehr so recht an sich geglaubt“, sagte Dufner.

Zwar wechselte Korkut noch Ya Konan und Jan Schlaudraff ein, doch auch die beiden konnten nichts mehr bewegen. Vielmehr besorgte der eingewechselte Marco Reus für die Borussen in der Nachspielzeit noch den allerdings zu hoch ausgefallenen 3:0-Sieg.

Um nicht doch noch in Abstiegsbredouille zu kommen, wollen die 96er am Mittwoch in Hoffenheim punkten. Schlechte Erinnerungen haben sie gleichwohl an das Hinspiel, das 1:4 verlorenging. Da haben wir noch etwas gutzumachen“, meinte denn auch Hoffmann, der zudem hofft, dass bis Mittwoch auch wieder Rudnevs fit ist. „Es ist gut, dass wir jetzt eine englische Woche haben. So müssen wir uns nicht eine Woche lang mit diesem 0:3 beschäftigen“, sagte Hoffmann. wg/gsd

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