Bundesliga-Fußballer aus Hannover könnten heute an der Eintracht vorbeiziehen

„Dreier“ in Frankfurt wäre für 96 ein großer Schritt

Gespräche laufen: 96-Spieler Christian Schulz (l.), hier im Zweikampf mit dem Hamburger Ivo Ilicevic, kann mit einer Vertragsverlängerung rechnen. Foto: Kaletta

HANNOVER Trotz des 2:1-Sieges im Nordderby gegen den Hamburger SV ist dem Trainer und der Mannschaft von Hannover 96 bewusst, dass es lediglich ein erster Schritt in Richtung Klassenerhalt vier Spieltage vor Ende der Saison in der Fußball-Bundesliga ist. Nun müssen noch weitere Punkte gesammelt werden, und das am besten heute Abend ab 20.30 Uhr bei der Eintracht in Frankfurt.

Aber auch die Hessen sind bei nunmehr 35 Punkte noch nicht aller Sorgen los, stehen also auch noch unter Druck. Allerdings haben die Frankfurter den Vorteil, bei einem Sieg den Klassenerhalt rechnerisch perfekt gemacht zu haben, wenn Stuttgart, der HSV und auch Nürnberg nicht gewinnen sollten.

Daher warnt 96-Trainer Tayfun Korkut zu Recht: „Die Frankfurter werden alles dafür geben“, und ergänzt: „Wir haben noch nichts erreicht und müssen auch wieder mit Entschlossenheit und Leidenschaft in dieses Spiel gehen. Wir haben nur ein Ziel – und das ist der Klassenerhalt.“ Dem die 96er in der Tat bei einem „Dreier“ bei den Hessen sehr nahe kommen würden. Bei einem Unterschied von zwei Toren würden die „Roten“ sogar an der Eintracht vorbeiziehen.

Gleichwohl wäre 96-Boss Martin Kind mit einem Unentschieden in Frankfurt zufrieden. Ob allerdings Rechtsverteidiger Hiroki Sakai dazu beitragen ist, ist noch nicht sicher. Ihn plagen Knieprobleme. Hingegen kehrt Szabolcs Huszti in die Mannschaft zurück, nachdem er gegen den HSV eine Gelbsperre absitzen musste. Ob er allerdings spielt, steht nicht fest, zumal Korkut überlegt, dieselbe Elf wie gegen den HSV auch in Frankfurt auflaufen zu lassen.

Das hieße auch, dass Christian Pander, der nach einem halben Jahr Verletzungspause am vergangenen Wochenende erstmals wieder von Beginn an dabei war, auch gegen die Eintracht aufläuft. Allerdings ist auch Sebastien Pocognoli wieder fit und könnte Pander somit auf der linken Verteidigerposition wieder verdrängen.

Fehlen werden der langzeitverletzte Stürmer Mame Diouf und der rotgesperrte Innenverteidiger Andre Hoffmann. Gegen Hoffmanns Sperre von fünf Spielen haben die Hannoveraner jedoch Einspruch eingelegt und hoffen, dass in der nächsten Woche darüber entschieden wird, die Strafe zu verkürzen. Indes sollen Gespräche mit Stürmer Didier Ya Konan, der das so wichtige Siegtor zum 2:1 im Nordderby erzielte hatte, Leon Andreasen und auch Christian Schulz, deren Verträge zum Saisonende auslaufen, geführt werden. Nach den starken Leistungen dieses Trios gegen Hamburg können die drei damit rechnen, dass 96 sie halten will. wg/gsd

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