2. Bundesliga

Hannover 96 verliert letztes Heimspiel gegen Nürnberg 1:2

Zweikampf zwischen Haraguchi und Hack
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Voller Einsatz auch im letzten Spiel: Genki Haraguchi trennt den Nürnberger Robin Hack vom Ball.

Hannover - Eine Saison zum Abhaken, zum Vergessen: Da passt es ins miserable Bild, dass Hannover 96 sein letztes Saisonspiel in der 2. Fußball-Bundesliga mit 1:2 (1:1) gegen den 1. FC Nürnberg verlor, so seinen scheidenden Trainer Kenan Kocak mit einer Niederlage verabschiedete, sich auch noch vom FC Erzgebirge Aue tabellarisch überholen ließ und am Ende dieser desaströsen Spielzeit auf Rang 13 landete – elf Punkte vom Abstiegsplatz, jedoch 22 Punkte vom vor der Saison angestrebten Aufstiegsplatz entfernt.

Mit Josip Elez, Jaka Bijol, Genki Haraguchi, Niklas Tarnat, Kingsley Schindler und Marlon Sündermann wurden nach dem Nürnberg-Spiel sechs Spieler verabschiedet. Und neben Kocak gehen auch seine Assistenten Serhat Umar und Asif Saric sowie Torwarttrainer Rolf Moßmann. Bis zum 20. Juni wurde nun die Mannschaft in den Urlaub entlassen, ehe einen Tag später der neue Trainer Jan Zimmermann zum ersten Trainingsaufgalopp bittet. 
„Natürlich hätten wir uns heute auch gern mit einem Sieg aus der Runde verabschiedet. In der ersten Halbzeit waren wir sehr dominant in der Partie“, meinte Kocak, der den etatmäßigen Innenverteidiger Timo Hübers erst einmal auf die Bank setzte, ihn dann aber zur zweiten Halbzeit für Josip Elez eingewechselt hatte. 
Bereits nach sechs Minuten gingen die Gäste durch ihren besten, den erst 19-jährigen Erik Shuranov, in Führung, der von der Strafraumgrenze den Ball an den Innenpfosten schlenzte, von wo aus er im 96-Gehäuse landete.
In der Folgezeit hatten die Gastgeber die Kontrolle über das Spiel. Doch nach einem Konter der Nürnberger in der 35. Minute hätte Nikola Dovedan das 2:0 erzielen müssen, scheiterte aber an 96-Schlussmann Michael Ratajczak. Im Gegenzug der Ausgleich durch Marvin Ducksch, der eine Hereingabe von links von Linton Maina aus kurzer Distanz über die Torlinie zum 1:1 drückte – sein 16. Saisontor.
Nach dem Wechsel war es Hannovers Mittelfeldspieler Florent Muslija, der innerhalb von nur 13 Minuten allein vier Mal meist von der Strafraumgrenze aus zum Abschluss kam, zwei Mal nur knapp das gegnerische Tor verfehlte, zwei Mal an Nürnbergs Keeper Christian Mathenia scheiterte. In der 65. Minute verfehlte der Nürnberger Dovedan nur knapp das 96-Tor. Neun Minuten später dann aber das entscheidende Siegtor für die Gäste, als nach einer Hereingabe von Dovedan 96-Verteidiger Simon Falette den Ball nicht klären konnte und Shuranov mit seinem zweiten Treffer das Leder über die Torlinie der „Roten“ stocherte. 

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