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50. Derby zwischen 96 und „Wölfen“

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44 000 Fans werden heute zum Niedersachsen-Derby in der HDI-Arena erwartet. Fotos: Kaletta
44 000 Fans werden heute zum Niedersachsen-Derby in der HDI-Arena erwartet. Fotos: Kaletta

HANNOVER HANNOVER. Kriegt Hannover 96 nach zuletzt zwei Niederlagen ausgerechnet im 50. Niedersachsen-Derby gegen den VfL Wolfsburg wieder die Kurve? Darauf hoffen vor allem die vielen Fans der „Roten“ heute (15.30 Uhr) unter den erwarteten 44 000 Zuschauern in der HDI-Arena. Dass das Nachbarduell wohl nicht ganz ausverlauft sein wird, wirft ein bezeichnendes Licht auf das Spiel.

Zu wechselhaft waren die Leistungen der Hannoveraner zuletzt. Die Niederlagen zuhause gegen Leverkusen und in Hoffenheim haben viele wieder skeptisch werden lassen, auch Präsident Martin Kind, der nach dem 3:4 bei den Kraichgauern meinte, man stehe wohl da, wo man hingehört. Platz 8 reicht nicht zum Einzug in einen europäischen Wettbewerb, nach dem man sich so sehnt.

49 Mal trafen beide Mannschaften bisher aufeinander, die Bilanz spricht mit 21 Siegen bei neun Remis und 19 Niederlagen noch knapp für 96. In der Bundesliga spielten beide 24 Mal gegeneinander. Auch die unmittelbare Bilanz spricht für die „Roten“: Die letzten fünf Partien gegen die „Wölfe“ entschieden sie für sich, was Wolfsburg gehörigen Respekt einflößt. Auf der anderen Seite gewann der VfL sieben seiner letzten acht Spiele, darunter fünfmal ohne Gegentor. VfL-Trainer Dieter Hecking, einst selbst in 101 Spielen Trainer bei den Hannoveranern, verlor siebenmal gegen 96 – eine herbe Bilanz.

Beherrschendes Thema im Vorfeld des Derbys war bei 96 die Problematik um die Position des rechten Außenverteidigers. Mit Hiroki Sakai scheint die Geduld der Verantwortlichen um Trainer Tayfun Korkut langsam zu Ende zu gehen. In Hoffenheim wurde der Japaner zu Halbzeit ausgewechselt.

96-Chef Kind, der zuletzt die mangelnde Stabilität anmahnte, legte der sportlichen Leitung nahe, sich nach einem (besseren) Ersatz umzusehen. Gegen Wolfsburg dürfte wohl der Chilene Miiko Albornoz hinten rechts verteidigen, obwohl er eigentlich für die linke Seite vorgesehen ist.

Möglichweise steht auch Salif Sané vor einer Rückkehr in den Kader. Der Senegalese war wegen diverser Verfehlungen in die zweite Mannschaft verbannt worden, trainierte aber jetzt schon zwei Wochen wieder im Erstliga-Kader mit. Da für den Innenverteidiger im Abwehrzentrum (Marcello und Schulz) wohl eher kein Platz ist, käme er für einen der Sechserposten in Frage, wo Ceyhun Gülselam zuletzt alles andere als überzeugte. Im Training zurück ist inzwischen auch wieder Torwart Ron-Robert Zieler, der wegen einer Bronchitis ausgesetzt hatte.

Bei den Wolfsburgern steht Kevin de Bruyne im Blickpunkt. Der 22-Millionen-Einkauf aus Belgien hat sich in den vergangenen Spielen zum Lenker des VfL-Spiels emporgeschwungen und für jede Menge Aufmerksamkeit gesorgt. Nicht zu vergessen sind bei den stark besetzten „Wölfen“ auch Spieler wie Torhüter Diego Benaglio, Routinier Ivica Olic oder Ricardo Rodriguez. Brasilien-Star Luiz Gustavo hat seine Sperre abgesessen und ist wieder dabei – genau wie rund 2500 Fans aus der VW-Stadt. haz/gsd

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