Drei Tore reichen für Hannover 96 nicht zum Punktgewinn in Hoffenheim

„Dann hast du es nicht verdient, etwas zu holen“

Stürmer Joselu ärgert sich über eine vergebene Chance.

HANNOVER Nach einer unglücklichen 3:4 (1:2)-Niederlage bei er TSG 1899 Hoffenheim ist Hannover 96 vorerst aus den Europa-Ränge der Bundesliga herausgefallen und auf Platz 8 abgerutscht.

Es war schon ein etwas kurioses Spiel mit einigen Patzern vor allem der beiden Torleute. Und so ärgerte sich 96-Trainer Tayfun Korkut nicht zu Unrecht: „Wenn drei Tore nicht reichen, hast du es nicht verdient, etwas zu holen.“ Dabei war durchaus ein Punkt in Sinsheim möglich. Doch beim 0:1 durch einen direkt verwandelten Freistoß vom Schweizer Pirmin Schwegler sah Nationalkeeper Ron-Robert Zieler unglücklich aus. Der Ball landete nämlich in der Torwartecke. Allerdings war Zieler etwas die Sicht versperrt, nachdem sich Stürmer Joselu weggedreht hatte. „Ich sehe den Ball viel zu spät“, entschuldigte Zieler seinen Fauxpas. Vorausgegangen war ein Foul von Hiroki Sakai, der Kevin Volland genau auf der Strafraumlinie gefoult hatte, Schiedsrichter Felix Brych aber auf Freistoß entschied.

Als Volland in der 37. Minute auf 2:0 für die Kraichgauer erhöhte, schien sich ein Debakel für die roten anzubahnen, die bis dahin jedoch gut mitgehalten, auch in der Offensive Akzente gesetzt hatten. Doch zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff weckte der 1:2-Anschlusstreffer des starken Kapitäns Lars Stindl, der per Kopf nach einer Fehlentscheidung – es hätte zuvor Einwurf für Hoffenheim geben müssen – wieder Hoffnungen bei den 96ern, etwas holen zu können. Und als Joselu an alter Wirkungsstätte gar der 2:2-Ausgleich gelang, schien der Wunsch der Gäste in Erfüllung zu gehen, zumindest nicht zu verlieren. Doch nur sechs Minuten später zerstörte erneut ein Patzer von Zieler diesen Wunsch der 96er, als er bei einer Schuss von Eugen Polanski aus 18 Metern etwas zu weit vor seinem Tor stand und den Ball zum 2:3 passieren ließ. „Das war ein ganz komisches Ding. Er hat ihn gut getroffen und der Ball ist hinten reingefallen“, meinte Zieler. An dem Kopfball zum 4:2 (63.) durch Niklas Süle hatte Zieler die Fingerspitzen dran. Dem Tor zum 3:4 durch Stindl, das aber vier Minuten vor Schluss zu spät kam, ging erneut ein Torwartfehler voraus. Den Abwurf von Oliver Baumann fing Hannover ab, der Ball landete bei Stindl, der unbedrängt einschob. wg/gsd

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