1:2-Niederlage zum Zweitliga-Auftakt

96 misslingt Premiere in Stuttgart

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Eine rutschige Angelegenheit: Der Hannoveraner Marcel Franke (l.) im Zweikampf mit VfB-Torschütze Mario Gomez.

Hannover - Das war wohl nichts: Für Hannover 96 ging das Premieren-Spiel ind er 2. Liga beim VfB Stuttgart vor 52021 Zuschauern daneben. Die 1:2 (1:2)-Niederlage war jedoch nicht unverdient, denn in der zweiten Halbzeit tat das team von Trainer Mirko Slomka zu wenig für die Offensive.

96 machte in der Anfangsphase den besseren Eindruck. und entwickelte in den ersten zehn Minuten viel Druck auf den VfB. Linton Maina hatte die erste Möglichkeit zur Führung, war jedoch ebenso glücklos wie Edgar Prib mit einem Freistoß ans Außennetz. Die „Roten“ ließen den Ball gut zirkulieren, die Schwaben bekamen wenig Zugriff. Erst nach 27 Minuten kamen die Gastgeber zu ihrer ersten Chance, als Hannovers Torhüter Zieler (zuvor zwei Jahre beim VfB) gegen Al Ghaddioui parieren konnte. Nur 120 Sekunden später der erste Treffer der neuen Zweitliga-Saison. Sosa flankte von links und Mario Gomez nahm den Ball aus kurzer Distanz volley – 1:0 für den VfB, der nur sieben Minuten später sogar mit 2:0 in Front zog. Der Ex-Wolfsburger Daniel Didavi war mit einem Freistoß fast in den rechten Winkel erfolgreich. Zieler war mit den Fingerspitzen dran, konnte die Flugbahn des Balles aber nicht entscheidend verändern. Zumindest sah er dabei nicht gut aus. Hannover schon aus dem Rennen? Noch nicht! Denn ein Eigentor des eingewechselten Awoudja ließ 96 wieder hoffen. Bedrängt von „Henne“ Weydandt bugsierte der junge Stuttgarter die Kugel ins eigene Netz. – es war sein erster Ballkontakt. Eine kalte Dusche für die Schwaben, sogar im übertragenen Sinn, denn in der Pause begann es wie aus Kübeln zu schütten. Fast irreguläre Bedingungen, doch Schiri Brych beorderte die Teams wieder auf den regennassen und glitschigen Rasen. Stuttgart übernahm nach dem Wechsel das Kommando, von der Slomka-Ekf war offensiv nun so gut wie gar nichts mehr zu sehen. Zwischen der 52. und 72. Minute blieben die 96er ohne Torschuss. Dumm zudem, dass Matthias Ostrzolek nach 65 Minuten Gelb-Rot sah. Der Feldverweis machte alle 96-Hoffnungen zunichte. Ebenfalls Gelb-Rot bekam Stuttgarts Eigentorschütze Awoudja fünf Minuten vor dem Ende präsentiert, nachdem er Hannovers eingewechselten Miiko Albornoz am Fuß erwischt hatte. Von Frust war bei 96 aber wenig zu spüren. „Wir haben gesehen, dass die Mannschaft absolut mithalten kann und dass die Mannschaft imstande ist, viele Spiele zu gewinnen“, sagte Torwart Zieler, der von den VfB-Fans ausgepfiffen wurde. Kapitän Marvin Bakalorz: „Im Endeffekt hat das Spiel gezeigt, dass wir eine gute Mannschaft haben. Wir haben uns gegen einen extrem guten Gegner und vor so einer Kulisse richtig gut präsentiert.“ Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) hat 96 im ersten Heimspiel den SSV Jahn Regensburg zu Gast.

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