Niederlage gegen Schalke 04

96 ist so gut wie abgestiegen

+
Linton Maina setzt sich gegen Schalkes Torschützen durch.

HANNOVER - Jetzt leuchtet bei den „Roten“ wieder die rote Laterne! Nach Nürnbergs 3:0 gegen Augsburg und der 0:1-Niederlage von Hannover 96 gegen Schalke 04 ist das team von Trainer Thomas Doll erneut auf den letzten Platz abgerutscht.

Und durch die bereits wieder sechste Niederlage in Folge sind die Chancen auf den Klassenerhalt nun auf ein Minimum gesunken. Die Realität ist vielmehr: Die 96er sind eigentlich schon so wie abgestiegen. Vor 44500 Zuschauern verspielte Hannover vermutlich auch die letzte Möglichkeit im Kampf um den Klassenerhalt. Das Tor des Tages gelang Schalkes Suat Serdar nach 39 Minuten. Stambouli flankte von der rechten Seite, Serdar nahm den Ball gefühlvoll an und schloss mit einem satten Flachschuss ins lange Eck ab. Riesenjubel bei den geschätzt fast 10 000 Schalke-Fans. Die „Knappen“ hatten den besseren Start und kamen durch Nastasic zur ersten Chance (19.). In der Folge hatten die Hannoveraner ihre beste Phase in der ersten Halbzeit, kamen durch Hendrik Weydandt zur ersten Torgelegenheit, doch Schalkes Keeper Nübel parierte den Schuss aus zwölf Metern reaktionsschnell. Bei der nächsten Chance konnten die Westdeutschen den 96-Kapitän Marvin Bakalorz nur durch ein Foul stoppen. „Wir machen einfach das Tor nicht“, meinte Bakalorz nach dem Spiel. „Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Eigentlich hatten wir einen Punkt oder sogar einen Sieg verdient gehabt.“ Dass es da-zu nicht kam, lag in der 39. Minute an Schalkes Serdar, der die Gäste in Front brachte. Zuvor hatte Stambouli schon eine Tormöglichkeit (35.) für die Schalker vergeben. Zur zweiten Halbzeit kamen die Roten mit viel Dampf aus der Kabine. Die 0:5-Abfuhr aus dem Test bei zweitligist Bielefeld wollten sie nicht auf sich sitzen lassen. Doch mit der Chancenverwertung war es auch nach dem wechsel schlecht bestellt. Nicolai Müller stand bei seiner ersten Möglichkeit im Abseits und verstolperte bei der zweiten den Ball im Strafraum. Linton Maina verzog einen Schuss rechts am Schalker Gehäuse vorbei (61.). Danach hatte noch der eingewechselte Florent Muslija den Ausgleich auf dem Fuß, traf aber nur die Latte (75.). 120 Sekunden später scheiterte er an Schalke-Schlussmann Nübel – Hannovers letzte Torchance. Für 96-Coach Doll war das 0:1 die siebte Pleite in seinem achten Spiel. Dabei verlor er gegen alle Abstiegskonkurrenten Stuttgart, Augsburg und nun Schalke. Dolls Rettungsmission ist damit schon so gut wie gescheitert. Ob er nun schon wieder vorzeitig gehen muss, bleibt offen. „Über einen Trainerwechsel mache ich mir keine Gedanken“, meinte 96-Kapitän Bakalorz. Auch für Manager Horst Heldt macht ein Trainerwechsel „keinen Sinn“. Auch Heldt steht weiter in der Kritik, auch bei ihm wollen Szenekenner längst von einer vorzeitigen Ablösung wissen. Übrigens: Für Schalkes Interimstrainer Huub Stevens war es gestern der 100. Sieg in der Bundesliga. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare