Heimniederlage gegen Frankfurt

Eine gute Halbzeit reicht 96 nicht aus 

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Wieder einmal eine Enttäuschung: Trainer Thomas Doll nach dem Abpfiff mit Felipe

HANNOVER - Auch gegen Eintracht Frankfurt war für Hannover 96 nichts drin. Beim 0:3 (0:0) vor 39 100 Zuschauern kassierten die Roten am Sonntag im siebten Spiel in Folge gegen die Hessen die siebte Niederlage. Einmal mehr strahlte das Team von Trainer Thomas Doll so gut wie keine Torgefahr aus.

Wie sollte 96 bloß Frankfurts Büffelherde stoppen? Jovic, Rebic und Haller haben sich diesen Beinamen aufgrund ihrer 32 zuvor erzielten Tore erworben. Nun, nach vier Minuten war 96-Keeper Esser auf der Hut, als es der freistehende Luca Jovic mit einem Heber versuchte, doch der Schlussmann fischte den Ball mit langen Armen weg. Die Hannoveraner zeigten sich gegenüber dem Grottenkick in Hoffenheim verbessert, kämpften aufopferungsvoll um jeden Ball, zeigten insgesamt einen guten Fight. Immer wieder setzten sie auch Akzente nach vorn, wenn sie auch im Abschluss eher harmlos blieben. Nach 34 Minuten hatte Winter-Neuzugang Nicolai Müller die beste Möglichkeit, als er eine Flanke von Haraguchi nicht verwerten konnte. Vier Minuten vor der Pause hatte Jovic die nächste Chance, als er wieder allein vor Torhüter Esser auftauchte, jedoch erneut an ihm scheiterte. Hannover formverbessert, Einstellungs-verbessert, aber das große Problem war wieder das Herausspielen von Torchancen. „Wir spielen engagierter, sind aber hinten wacklig“, meinte der verletzte Niclas Füllkrug zur Pause bei „Sky“. „Insgesamt können wir aber gut mithalten.“ Hatten sich die Roten bis dahin recht passabel präsentiert, schlugen Frankfurts „Büffel“ dann doch noch zu. Erst war es Rebic, der nach 54 Minuten von links das 1:0 für die Hessen erzielte. Neun Minuten später erhöhte Frankfurt auf 2:0. Nach einer Flanke von Kostic von der linken Seite stand Jovic sechs Meter vor dem Tor völlig frei und köpfte unbedrängt ein – ganz schwaches Abwehrverhalten! Danach ein Doppelwechsel: Wood und Muslija kamen für Müller und Bakalorz. Viele konnten dies nicht nachvollziehen. In der Schlussminute kamen die Eintrachtler noch zum 3:0 nach einem Blitzkonter von Kostic, der seinen Sprint fulminant abschloss. „Wir wollten länger das 0:0 halten. In der zweiten Halbzeit haben wir uns ungeschickt angestellt“, meinte Trainer Doll hinterher. „Beim 2:0 waren wir im Tiefschlaf. Aber es bringt nichts, jetzt auf das Team einzuprügeln.“ Fakt ist aber, dass 96 nach 23 Spielen erstmals nur 14 Punkte auf dem Konto hat. Am kommenden Sonntag steigt für Hannover 96 der erste Abstiegsgipfel beim VfB Stuttgart.

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