Die Roten

Bei Hannover 96 rumort es weiter

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Trainer André Breitenreiter gibt den Spielern Anweisungen bei der Vorbereitung auf das Auswärtsspiel in Dortmund.

HANNOVER - Bei Hannover 96 rumort es weiter: Im Kampf um den Klassenerhalt wird die Situation vor dem schweren Auswärtsspiel am Sonnabend (15.30 Uhr) bei Spitzenreiter Borussia Dortmund immer prekärer. Von Ruhe im Team und im Umfeld kann keine Rede sein.

Mit dazu beigetragen hat zuletzt, dass sich Trainer André Breitenreiter bei der Pressekonferenz zum Dortmund-Spiel zu Wort gemeldet hat – und sich gegen Manager Horst Heldt und Präsident Martin Kind gewehrt hat. Beide hatten Breitenreiter am Montag beim Neujahrsempfang des Klubs mehr oder weniger „im Regen stehen lassen“. Der Umgang mit der Person Breitenreiter erscheint in diesem Zusammenhang zumindest zweifelhaft. Der Coach darf sich heute Nachmittag noch die erwartete Niederlage (oder sogar „Klatsche“) in Dortmund abholen – und dürfte dann „beurlaubt“ werden. Das scheint das wahrscheinlichste Szenario zu sein. Einem neuen Trainer scheint man von 96-Seite ersparen zu wollen, mit einer möglicherweise heftigen Auswärts-Niederlage zu starten. Breitenreiter brachte nun den Umgang mit ihm durch Kind und Heldt zur Sprache und äußerte sich, schwer enttäuscht zu sein und mahnte einen offenen Austausch an. Grundsätzlich stellt sich die Frage, warum 96 Breitenreiter nicht schon nach dem letzten Hinrundenspiel beurlaubt, freigestellt oder auch „gefeuert“ hat. So hätte die Vorbereitung mit einem neuen Coach in Angriff genommen werden können. Nun muss ein eventueller Wechsel – nach dem es aussieht – unter laufendem Spielbetrieb vollzogen werden. Die „Roten“ tappen in dieser erneut verkorksten Saison mal wieder von einem Fettnäpfchen ins nächste. Keine Rückdeckung für den (noch) amtierenden Coach und eine Kommunikation, die zu wünschen übrig lässt. Breitenreiter verwies darauf, dass die Mannschaft gerade in der derzeit schlechten Situation eine klare Führung brauche. So werden die sportlichen Aspekte nicht zum ersten Mal zur Randerscheinungen. Die Personalprobleme halten auch vor dem Auftritt beim Tabellenführer an. Die Brasilianer Walace (muskuläre Probleme) und Felipe (erkrankt) sowie Oliver Sorg (Hexenschuss) drohen neben den Langzeitverletzten Niclas Füllkrug, Linton Maina und Ihlas Bebou auszufallen. Die Neuzugänge Kevin Akpoguma, Sturm-Rückkehrer Jonathas und Nicolai Müller stehen vor ihrem ersten Auswärtseinsatz für Hannover. Dafür deutet sich ein Comeback an: Edgar Prib (29) wird nach zwei Kreuzbandrissen wieder zum Thema. Im Training machte der Ex-Kapitän auf sich aufmerksam. Sein bisher letztes Spiel für die Roten hat Prib am 13. August 2017 bestritten. 

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