Abendspiel

Hannover 96 am Mittwoch beim SC Freiburg unter Druck

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Kapitän Waldemar Anton und sein Team von Hannover 96 stehen am Mittwochabend beim SC Freiburg mächtig unter Druck.

HANNOVER - Tiefer geht´s nicht mehr! Nach dem 0:4-Debakel gegen Bayern München startet Hannover 96 als Tabellenletzter der Fußball-Bundesliga in die letzten beiden Spiele in diesem Jahr. Am Mittwoch (20.30 Uhr) ist das Schlusslicht beim SC Freiburg zu Gast.

Am Sonnabend geht es gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf. Können sich die „Roten“ wenigstens noch ein paar Pünktchen unter den Weihnachtsbaum legen – oder brennt er nach eventuellen weiteren Misserfolgen endgültig?

Präsident Martin Kind hat Trainer Andre Breitenreiter zumindest eine Job-Garantie bis nach dem letzten Spiel 2018 gegeben. Ob der Coach bleibt, wird man sehen. Breitenreiter wegen anhaltender Erfolglosigkeit zu entlassen, ist schwierig. Er kommt aus der Region, ist fast Spross des Klubs, wohnt in Altwarmbüchen – und hat somit einen anderen Status als ein „zugereister“ Trainer von außerhalb. Das macht eben die Sache auch nicht einfacher. Ob ein neuer Coach die desolate, darniederliegende Mannschaft indes kurzfristig wieder aufrichten kann, steht in den Sternen. Aktuell steht das Spiel in Freiburg an. 96 ist am Dienstag ins badische Land geflogen – mit etlichen Problemen im Gepäck. Das fast komplett chancenlose Spiel gegen München war die bisherige Tiefpunkt, zumal sich bei den Roten angeblich auch Breitenreiter und (Ex-)Torjäger Niclas Füllkrug nicht mehr ganz grün sein sollen. Der Stürmer, der vor Kurzem noch die richtige Einstellung anmahnte, wurde selbst nun Gegenstand der Kritik vom Coach. Noch eine Baustelle mehr bei 96. „Unbearbeitet“ sind auch weitere. Der Konflikt zwischen „50+1“-Gegner Kind und den „50+1“-Befürwortern auf den Tribünen wurde gegen München mit mehr 40 Transparenten gegen den Präsidenten noch eine Umdrehung schärfer. Der Dauerstreit vergiftet das Klima bei den Hannoveranern offenbar immer mehr. Nahezu unversöhnlich stehen sich beide Seiten gegenüber. Was auch auf die sportliche Leistung abfärbt – zumindest indirekt und unterbewusst. Dazu die Aufstellungsprobleme. Auf den Außenverteidiger-Positionen hat 96 nach wie vor keine guten Lösungen gefunden. Albornoz, Ostrzolek, Sorg, Korb – 100 Prozent überzeugt hat keiner. Ob es glücklich war, einen 22-Jährigen wie Waldemar Anton zum Kapitän zu machen, steht auch dahin. Nach gutem Saisonstart hatte „Waldi“ in einigen Spielen mehr mit sich selbst zu kämpfen als mit dem Gegner. Und die Idee, dass Problem-Profis wie Wood, Wimmer, Asano oder Haraguchi bei 96 wieder aufblühen, ging auch mehr oder weniger in die Hose. Probleme und Baustellen überall. Über die Aufstellung für die Partie heute Abend in Freiburg braucht man wirklich nicht zu spekulieren. Sie ist eigentlich egal. Es zählen nur Punkte. Sonst nichts. 

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