Bundesliga

Hannover 96 vor schwerem Spiel bei der TSG Hoffenheim

+
Der Brasilianer Walace, hier beim Training, wird den Hannoveranern am Sonnabend beim Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim gelb-gesperrt fehlen.

HANNOVER - Trotz des 2:0-Sieges gegen den 1. FC Nürnberg: Für Hannover 96 bleibt es äußerst schwierig im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga. Am Sonnabend (15.30 Uhr) müssen die „Roten“ bei 1899 Hoffenheim antreten. Personell sieht es weiterhin mau aus.

Mit dem Brasilianer Walace (Gelbsperre) und Kevin Akpoguma (Schulter-Operation) fehlen Trainer Thomas Doll zwei wichtige Spieler. Der aus Hoffenheim gekommene Akpoguma wird wohl bis zum Saisonschluss ausfallen. Nun ist Doll auf die Spieler angewiesen, die bislang nicht überzeugen konnten. Beste Beispiele sind dafür der neue Österreicher Kevin Wimmer und Rückkehrer Jonathas, der einst für rund zehn Millionen Euro verpflichtet wurde. Mit Wimmer, der von Stoke City aus England kam, dort aber lange nicht spielte, führte der 96-Trainer ein langes Gespräch. Doll will ihn wieder aufbauen, ebenso wie Jonathas, der sich mächtig herausgemacht habe in der letzten Zeit. „Jonny wird uns noch weiterhelfen“, spielt Doll auch beim Brasilianer den Seelendoktor. „Er weiß, wo das Tor steht.“ Davon war gegen Nürnberg aber noch wenig bis nichts zu sehen. 96 setzt nun darauf, dass beide wieder einschlagen. Eine andere Hoffnung bleibt nach Ende der Transferzeit nicht. Doll will sogar wieder mit Uffe Bech reaktivieren, der zuletzt in der Regionalliga-Mannschaft der 96er spielte und zuvor nach Fürth und Kopenhagen ausgeliehen war. In Hoffenheim erwartet 96 eine andere Kategorie Fußball als gegen Nürnberg. „Jetzt kommen zwei Hochgeschwindigkeits-Mannschaften“, warnte Doll schon nach dem schwer erkämpften 2:0, der unermüdlich dabei ist, sein Team stark zu reden. Auch Pfiffe gegen ihn in fremden Stadien hätten ihn nur noch umso mehr motiviert, berichtet Hannovers neuer Coach. Der besondere Reiz sei, dass „keiner mehr an dich glaubt“. Da müsse man dann das Gegenteil beweisen. Zur Aufstellung: Weydandt soll vorn treffen, dahinter spielt Doppel-Torschütze Nicolai Müller, außen flankiert von Genki Haraguchi und Asano. Pirmin Schwegler und Marvin Bakalorz fungieren als Sechser vor der Viererkette mit Korb, Anton, Wimmer und Albornoz sowie Torwart Esser. Die TSG Hoffenheim ist gut präpariert, sagt 1899-Trainer Julian Nagelsmann, dessen Team in Dortmund ein 0:3 ausglich. Florian Grillitsch ist gelbgesperrt, zudem fehlen Benjamin Hübner (Knieverletzung) und der Ex-Braunschweiger „Eisen-Ermin“ Bicakcic (Wadenzerrung). Im Angriff baut Nagelsmann auf Andrej Kramaric, den Brasilianer Joelinton und den Ex-Bremer Ishak Belfodil. Übrigens: In Hoffenheim hat 96 noch nie gewonnen, es gab bisher sieben Pleiten und zwei Unentschieden. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare