Fußball-Bundesliga

96 greift im Spiel gegen Schalke nach dem letzten Strohhalm

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Marvin Bakalorz, hier beim Training, will mit Hannover 96 unbedingt das Heimspiel gegen Schalke 04 gewinnen, um wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sammeln.

HANNOVER - Es dürfte für Hannover 96 die allerletzte Chance sein, zumindest den Relegationsplatz in der Fußball-Bundesliga zu erreichen. Dafür muss aber ein Sieg am Sonntag ab 15.30 Uhr in der HDI-Arena gegen das ebenfalls kriselnde Schalke 04 her.

Seit Thomas Doll Trainer André Breitenreiter abgelöst hat, erzielte Doll in sieben Spielen mit den 96er erst einen Sieg. Spekuliert wird daher, dass der neue Trainer, der einen Vertrag auch für die zweite Liga unterschrieben hat, möglicherweise bei einer Niederlage gegen Schalke gehen muss. Doch so weit will es Doll nicht kommen lassen, will mit den Roten mit einem Sieg die leisen Hoffnungen auf den Klassenerhalt wecken. Vom „kühlen Nordwind“, den Doll verkündet hatte nach der einen oder anderen Niederlage, hat indes um die HDI-Arena noch nicht viel geweht. Vielmehr glaubt kaum noch jemand an die Rettung. Denn noch kein Team in der Bundesliga hat es geschafft, nach dem 26. Spieltag bei nur bisher 14 Punkten in der Liga zu bleiben. Zudem sprechen viele Experten dem 96-Kader die Bundesligareife ab. Fraglich zudem, ob Manager Horst Heldt überhaupt noch das sportliche Saisonende erlebt. Das Klima zwischen ihm und Präsident Kind gilt als belastet. Der 96-Chef kreidet heldt viele zweifelhafte Verpflichtungen an. So wurde bekannt, dass der Japaner Takuma Asano (kein Tor, keine Vorlage) ein Klausel im Vertrag, nach der er bei zwei weiteren Spielen für 96 für drei Millionen Euro gekauft werden muss. Ein völlig überzogener Preis, der nach den schwachen Leistungen Asanos (wie auch bei seinem Landsmann Haraguchi) nicht gerechtfertigt ist. So dürfte Asano wohl nicht mehr für 96 spielen. Gleichwohl darf nicht vergessen werden, mit welchen Verletzungsproblemen die Hannoveraner in dieser Saison zu kämpfen hatten und immer noch haben So fallen gegen Schalke auch weiterhin Kevin Akpoguma (Schulteroperation), Matthias Ostrzolek (Aufbautraining), Noah Sarenren Bazee (Syndesmoseriss), Ihlas Bebou (Oberschenkelverletzung) und Niklas Füllkrug (Knieoperation), der aber mit leichtem Lauftraining angefangen hat, aus. In der Defensive bieten sich Doll immerhin Alternativen. So könnte in der Innenverteidigung neben dem gesetzten Waldemar Anton für Kevin Wimmer der Brasilianer Felipe eine Startelf-Chance erhalten. Anstelle von Oliver Sorg, der beim 1:3 in Augsburg nicht überzeugen konnte, dürfte Julian Korb eine Chance erhalten. Allerdings steht hinter dem Einsatz von Jonathas ein Fragezeichen. Der brasilianische Stürmer hat nach Auskunft von seinem Trainer ein Ziehen am Hüftbeuger gespürt. Jonathas hofft aber nach einer Behandlung, gegen Schalke einsatzbereit zu sein. Immerhin würden die 96er bei einem Sieg bis auf drei Punkte an den VfB Stuttgart (20 Punkte), die ein schweres Auswärtsspiel gegen Eintracht Frankfurt bestreiten müssen, heranrücken und die Schalker, die derzeit 23 Punkte aufweisen, in arge Bredouille bringen. Bei einer Niederlage kann 96 wohl endgültig für die 2. Liga planen.

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