2. Fußball-Bundesliga

96 will Heimschwäche des SC Paderborn ausnutzen

Fussballer beim Training
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Training für die nächsten Aufgaben in der 2. Bundesliga: Die Kicker um Lukas Hinterseer (M.) bereiten sich mit Fußball-Tennis auf die Partie beim SC Paderborn vor.

Hannover - Wenn am Sonntag für Hannover 96 das Spiel in der 2. Fußball-Bundesliga beim SC Paderborn um 13.30 Uhr angepfiffen wird, haben die Roten vor allem das Spiel der Fortuna Düsseldorf gegen Dynamo Dresden am gestrigen Freitagabend in den Blick genommen (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet). Denn von diesem Spiel hing viel davon ab, ob die Niedersachsen bei einem Sieg der Düsseldorfer kaum noch auf den Relegationsplatz, den derzeit Dresden einnimmt, schielen müssen und endgültig für die Zweite Liga auch in der kommenden Saison planen können. „Es hilft nichts, nach Düsseldorf zu gucken, wir müssen unsere eigenen Hausaufgaben erledigen“, sagte 96-Trainer Christoph Dabrowski am Donnerstag.

Einige Personalsorgen plagen indes den Coach. Außenverteidiger Niklas Hult fällt wegen seiner Rotsperre aus. Ebenfalls nicht dabei ist wohl auch Kapitän Marcel Franke, der sich im Training die Bizepssehne gezerrt hat. „Die Wahrscheinlichkeit, dass er ausfällt, ist groß“, sagte Dabrowski. Für Franke dürfte Luka Krajnc in die Innenverteidigung rücken. Krank gemeldet hat sich am Donnerstag Lawrence Ennali, sodass auch er keine Option für das Spiel in Paderborn ist. Möglich, dass Stürmer Lukas Hinterseer, nachdem er drei Mal nicht berücksichtigt wurde, wieder in den Kader rückt. Seine Achillessehnenprobleme hofft Sebastian Kerk, diese bis Sonntag auskuriert zu haben.
Noch ist weiterhin unklar, ob der Verein mit Dabrowski verlängert. Solange der Ligaerhalt rechnerisch noch nicht unter Dach und Fach ist, warten die 96-Verantwortlichen noch ab. Gleichwohl hat der Trainer deutlich gemacht, dass, wenn sein Vertrag am Saisonende ausläuft und nicht verlängert wird, er nicht wieder zu der U 23 zurückkehren wird, die er zuvor trainiert hat. Denn Dabrowski will im Profigeschäft bleiben. „Mein Weg geht dort weiter. Darauf habe ich Bock“, sagte er auf einer Pressekonferenz.
Mit Blick auf das Spiel am Sonntag in Paderborn hofft der 43-jährige Dabrowski, die nötigen Punkte zu holen, um „so schnell wie möglich die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass wir gesichert sind“. Drei Spiele sind die Roten nunmehr ungeschlagen und wollen den Trend auch in Paderborn fortsetzen. „In diesem Modus wollen wir bleiben und mit einer hohen Intensität das Spiel angehen, den Gegner unter Druck setzen und offensiv unsere Chancen sehen“, so Dabrowski.
Der SC Paderborn erweist sich in dieser Saison als sehr heimschwach. Führen die Westfalen die Auswärtstabelle mit neun Siegen und nur zwei Niederlagen an, so hat der Tabellenachte zuhause von den 15 Spielen erst zwei Siege geholt, aber sechs Niederlagen kassiert und sieben Mal unentschieden gespielt. So erhofft sich 96, diese Heimschwäche der Paderborner nutzen zu können und mit einem Auswärtssieg alle Zweifel am Ligaerhalt wegwischen zu können.        wg/gsd

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