DFB-Pokal

96 mit souveränem Sieg in Norderstedt

Fussballer jubelt
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Marvin Ducksch jubelt nach seinem Treffer zum 2:0 für Hannover 96 beim Pokalspiel in Norderstedt.

Hannover - Die befürchtete Negativ-Überraschung ist glücklicherweise ausgeblieben: Hannover 96 hat die erste Runde im DFB-Pokal ohne Probleme überstanden, gewann unter den Augen von Fußball-Ikone Uwe Seeler souverän mit 4:0 (2:0) bei Eintracht Norderstedt. Beim Regionalligisten hatten die „Roten“ alles im Griff und ließen nie Zweifel an diesem Erfolg aufkommen. Maßgeblichen Anteil hatte Marvin Ducksch mit zwei Treffern und einer Vorlage. Negativ-Start verhindert, Pflichtaufgabe erledigt.

Für den neuen 96-Trainer Jan Zimmermann war es zudem der erste Sieg mit den Hannoveranern, bei denen Neuzugang Julian Börner in der Innenverteidigung sein Debüt gab – es war ein gutes. Bei den 96ern fehlte einer der drei Sebastians: der bisherige Osnabrücker Kerk war angeschlagen – seine Vornamensvetter Stolze und Ernst standen auf dem Platz und wurden nach dem 1:0 (20.) erstmal völlig nass. Ein heftiger Regenschauer ging nach dem Führungstor von Philipp Ochs nieder. Für 96 war’s diesmal eine warme Dusche. Ochs löffelte den Ball (ihn gar nicht richtig treffend) per Bogenlampe ins Eintracht-Tor, Schlussmann Huxsohl bekam ihn erst hinter der Torlinie zu fassen. Nach einem Muslija-Freistoß, den der Norderstedter Keeper parierte, scheiterte auch Stolze (36.). Mit Schluss der ersten Hälfte erhöhte Ducksch auf 2:0 – was war zuvor geschehen? Eintrachts Grau hatte Stolze im Strafraum gelegt, Ducksch verwandelte cool rechts unten.
Auch nach dem Wechsel spiegelte sich die Überlegenheit der Gäste wider – in Chancen für Kaiser (50.), der aus vier Metern den linken Pfosten traf, und Ducksch, dessen 16-Meter-Schuss an die Latte klatschte (58.). 180 Sekunden später machte er es besser – und zwar genauso wie zum 1:1 beim Zweitliga-Start in Bremen: Gefühlvoll chipte er die Kugel über Torwart Huxsohl aus 20 Metern ins Netz zum 3:0. Jubel bei den 96-Fans, die weniger waren als die 96-Elf. Zum 4:0 lieferte Ducksch dann die Vorlage zu Florent Muslija, der den Norderstedter Schlussmann tunnelte (65.). Der Rest war nur noch Formsache, Hannover spielte die verbleibende Zeit nur noch runter. Coach Zimmermann brachte Weydandt für Ducksch, Lamti für Börner, der im Abwehrzentrum zusammen mit Franke nichts anbrennen ließ, zudem Frantz für Kaiser und Neuzugang Dehm für Stolze sowie Sulemanj für Ochs, der in der ersten Halbzeit angeschlagen war. „Ein hochverdienter Sieg für Hannover“, meinte Eintracht-Trainer Martens. „Wir waren nicht reif genug.“ 96-Kollege Zimmermann: „Im Pokal zählt nur das Weiterkommen, das haben wir geschafft.“ 
Am nächsten Sonnabend steht 96 die superschwere Aufgabe beim zweiten Aufsteiger Dynamo Dresden bevor. Da wird es nicht so leicht wie im Norderstedter Eduard-Plambeck-Stadion.    haz/gsd

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