2. Bundesliga

96 erreicht Remis gegen Fürth

Männer in roten Trikots jubeln
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Torjubel in Hannover: Moussa Doumbouya wird für seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 gefeiert.

Hannover - Er konnte es kaum fassen. In Düsseldorf beim hatte Moussa Doumbouya das 2:3 vorbereitet. Nun aber erzielte der 23-Jährige aus Guinea, der 2017 über das Mittelmeer nach Europa geflüchtet war und in Celle landete, das zwischenzeitliche 2:1 per Kopf nach einem Freistoß von Dominik Kaiser für Hannover 96 im Zweitligaspiel gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth. Am Ende aber gab es beim 2:2 nur einen Punkt für die Niedersachsen.

„Für mich ist es unglaublich, fast ein bisschen zu viel. Das war kein leichter Weg für mich. Ich kann nur Gott und meiner Familie danken, dass ich das hier erleben darf. Auch meinen Teamkollegen, dem Trainerteam, allen, die an mich geglaubt haben – ich kann nur Danke sagen. Trotzdem finde ich es sehr, sehr schade, dass wir heute nicht alle drei Punkte geholt haben“, meinte Doumbouya, der in Celle eine Dachdeckerlehre angefangen hatte, nun aber in der Firma von 96-Boss Martin Kind zum Logistiker ausgebildet wird. Noch hat er keinen Profivertrag unterschrieben, da er als Nicht-EU-Ausländer nicht mehr in der Regionalliga eingesetzt werden dürfte, wo er für das U 23-Team von 96 gespielt hat. Dort soll er, wenn denn der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden sollte, noch weiterhin Spielpraxis sammeln. 96-Trainer Kenan Kocak hatte zwei personelle Veränderungen gegen den bis dato Tabellenzweiten aus dem Frankenland vorgenommen. Für den verletzten Timo Hübers rückte Baris Basdas in die Innenverteidigung und zeigte sich als würdiger Vertreter von Hübers. Und im rechten Mittelfeld lief Philipp Ochs für den formschwachen Kingsley Schindler auf. Für den ersten Aufreger sorgte Fürths Havard Nielsen, doch 96-Keeper Michael Esser reagierte stark, verhinderte so die Führung der Gäste, für die allerdings fast Hannovers Verteidiger Niklas Hult mit einem Eigentor gesorgt hätte, doch sein Schuss landete am Pfosten. Mit einer Einzelleistung brachte Genki Haraguchi die Gastgeber in Führung, als er aus 18 Metern abzog und der Ball unten rechts einschlug zum 1:0 (41.). Nach dem Wechsel drängte Fürth auf den Ausgleich, den Nielsen folgerichtig mit einem Direktschuss in der 68. Minute erzielte, Doch nur zwei Minuten später brachte Doumbouya, der 66. Minute für den erneut schwachen Valmir Soulejmani eingewechselt wurde, 96 wieder in Führung. Diese hielt aber nur sechs Minuten. Den Schuss des in der 58. Minute eingewechselten Dickson Abiama fälschte Basdas unglücklich ins eigene Tor ab zum Endstand von 2:2. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat heute eine tolle Mentalität gezeigt, Kompliment an das Team. Leider haben wir uns gegen eine so gute Mannschaft heute nicht belohnen können“, so Kocak.

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