2. Bundesliga

96 kommt nicht über ein 1:1 gegen Aue hinaus

Kopfballspieler
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96-Angreifer Hendrik Weydandt kann sich im Kopfballduell durchsetzen, aber am Ende kommen die Hannoveraner nicht über ein 1:1 gegen Erzgebirge Aue hinaus.

Hannover - Es bleibt auch nach dem Spiel gegen den Tabellenvorletzten FC Erzgebirge Aue für Hannover 96 bei lediglich zwei Heimsiegen in der zweiten Fußball-Bundesliga – darunter im Übrigen ein 1:0 gegen Spitzenreiter St. Pauli – und inzwischen drei Niederlagen. Hinzu kommt nun ein mageres drittes Remis, ein 1:1 (1:0). „Wir müssen in unserer Situation nichts beschönigen, wir stehen da, wo wir hingehören. Jetzt müssen wir die Arschbacken zusammenkneifen, den Arsch hochbekommen und endlich mal punkten“, meinte ein völlig enttäuschter Sebastian Kerk, der einen eingeplanten Sieg gegen die Erzgebirgler, die erst einen Sieg in dieser Saison geschafft haben, bereits schon nach vier Minuten vermeintlich auf den Weg brachte, als er einen Lapsus von Anthony Barylla nutzte und mit Außenrist Aues Keeper Martin Männel keine Abwehrchance ließ. Da jubelten die nur 9300 Zuschauer im leeren Rund der HDI-Arena und dachten wohl auch noch an den 3:0-Sieg ihrer Roten am Mittwoch zuvor im DFB-Pokal gegen Fortuna Düsseldorf.

„Wir sind sehr enttäuscht, denn wir hätten nach einer halben Stunde 2:0 oder auch 3:0 in Führung gehen müssen“, sagte ein desillusionierter 96-Trainer Jan Zimmermann, dem anzumerken war, dass sein Team ihn erneut vor ein Rätsel gestellt hatte. In der Tat, Torchancen waren da. So scheiterte Gaël Ondoua nach einem Kerk-Freistoß an Aues Torwart Martin Männel (13.). Zu allem Unglück musste Innenverteidiger Julian Börner schon nach 19 Minuten verletzt vom Platz. Für ihn kam Luca Krajnc. In der 25. Minute verfehlte Maxi Baier aus kurzer Distanz das Tor nur knapp. Und in der 37. Minute kam Sebastian Stolze nach einer Flanke von Niklas Hult einen Schritt zu spät.
Zum unglücklichsten aller Zeitpunkt kam die kalte Dusche für die Gastgeber, als nach einem Stellungsfehler von 96-Kapitän Marcel Franke Aues Torjäger Dimitrij Nazarov das Leder ins lange Toreck zum 1:1-Pausenstand beförderte.
Hatte zu diesem Zeitpunkt das Torschussverhältnis noch sieben zu zwei für Hannover gestanden, so drehte sich dieses nach dem Wechsel. Am Ende sah die Statistik elf Torschüsse für 96 und 18 für Aue. Überaus glücklich sogar dieser Punkt für Hannover, denn Aues John Patrick Strauß hatte das 2:1 (85.) auf dem Fuß, verzog aber kläglich.
Zimmermann hatte in der zweiten Halbzeit für den erneut völlig enttäuschenden Außenstürmer Linton Maina - er scheint ein ewiges Talent zu bleiben - in der 55. Minute Hendrik Weydandt gebracht und für Dominik Kaiser Sebastian Ernst. „Bis auf die Einwechslung von Weydandt sind die anderen Wechsel verpufft, erkannte denn auch der 96-Coach, der zudem feststellte, dass „wir vor allem in der zweiten Halbzeit nie die richtigen Mittel gefunden haben, um noch mehr zuzusetzen“. Und bei den zweiten Bällen seien in der Mehrzahl die Gäste Sieger geblieben. Hinzu kam, dass Aue bei 54 Prozent gar mehr Ballbesitz als die Gastgeber hatte.
„Zwölf Punkte nach zwölf Spielen sind aktuell deutlich zu wenig“,“ konstatierte Zimmermann. Unerklärlich sei auch gewesen, dass das 1:1 sein Team aus der Bahn geworfen habe. Erneut haben es die Roten versäumt, mit einem Dreier an das Tabellenmittelfeld heranzurücken und sich etwas von der Abstiegszone abzusetzen. wg/gsd

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