2. Bundesliga

Hannover 96 mit „Nullnummer“ gegen Paderborn

Fußbaler schießt am Tor des Gegners vorbei.
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Marvin Ducksch vergibt hier eine Riesenchance für 96.

Hannover - Im Kühlschrank HDI-Arena kam Hannover 96 am Freitagabend in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den SC Paderborn nicht über ein am Ende gar glückliches 0:0 hinaus. Damit verpasste es das Team von Trainer Kenan Kocak, näher an die Aufstiegsplätze heranzurücken, zumal sich die Konkurrenz keinerlei Blöße gab.

„Es war das erwartete schwere und intensive Spiel. Wir haben gleich in den ersten Minuten eine Riesenchance der Paderborner zugelassen. Ansonsten war es in der ersten Halbzeit ein Spiel mit offenem Visier“, meinte Kocak, der nach längerer Zeit neben Marvin Ducksch auch Hendrik Weydandt als zweite Sturmspitze aufgeboten hatte. Die Ostwestfalen hätten bereits nach zehn Minuten in Führung gehen müssen, doch Dennis Srbeny konnte seine Riesenchance, die ihm Sebastian Vasiliadis mustergültig vorgelegt hatte, aus drei Metern nicht nutzen, Er jagte vielmehr das Leder per Direktschuss weit über das 96-Tor. In der 17. Minute eine gute Kopfballmöglichkeit für Marvin Ducksch. Der 96-Torjäger scheiterte nach einer starken Balleroberung seines Sturmpartners Weydandt und dessen Hereingabe jedoch aus kurzer Distanz an Paderborns  Schlussmann Leopold Zingerle.  Und in der 35. Minute wehrten Hannovers Keeper Michael Esser und dann Innenverteidiger Timo Hübers einen Schuss von Vasiliadis zur Ecke ab. In der 42. Minute unterlief Baka Bijol fast ein Eigentor, doch Esser reagierte prächtig, lenkte den Ball gerade noch zur Ecke. Nach dem Wechsel war erst einmal 96 am Drücker. Doch nach einer Riesenchance von Weydandt, der allein auf das Gästetor zulief, jedoch an Zingerle scheiterte, riss bei den Gastgebern der Spielfaden komplett, Paderborn hatte gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, konnte daraus aber kein Kapital mehr daraus schlagen. Nichts ging mehr bei den Roten wohl auch dadurch bedingt, dass Ducksch verletzt Platz machen musste für Kingsley Schindler (55.). Weydandt hingegen ärgerte sich über seine vergebene Torchance. „Es ist natürlich gerade auf unserer Seite echt bitter, dass wir unsere Chancen nicht genutzt haben. Dementsprechend bin ich sehr enttäuscht und glaube, wir müssen dieses Spiel gewinnen“, meinte der derzeit verhinderte Torjäger. „Wir hätten das Spiel heute sicher lieber gewonnen, aber müssen mit dem 0:0 auch leben“, meinte Kocak. Doch erneut scheiterten die Hannoveraner zum einen an ihrem Nervenkostüm und wohl auch daran, noch etwas nach oben reißen zu können.           

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