2. Bundesliga

Kann 96 beim Karlsruher SC nachlegen?

Jubelnder Kicker im verschneiten Stadion.
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96-Torjäger Marvin Ducksch, hier nach dem Treffer zum 1:0 in Nürnberg, will auch in Karlsruhe jubeln.

Hannover - Lediglich drei Tage Pause war den Spielern von Hannover 96 vergönnt nach dem überzeugenden 5:2-Sieg beim 1. FC Nürnberg. Nun geht in der englischen Woche mit einem weiteren Auswärtsspiel und dem Rückrundenstart der zweiten Fußball-Bundesliga am Mittwoch zum Karlsruher SC ins altehrwürdige Wildparkstadion (Anpfiff ist um 20.30 Uhr).

Nach dem Sprung auf Platz sechs und einem Rückstand von sechs Punkten auf den Relegationsplatz scheint auch die Bundesliga-Rückkehr der 96er wieder möglich zu sein. „Wir dürfen nach einem schlechten Spiel nicht alles infrage stellen und nach einem guten Spiel nicht alles hochjubeln. Immer dieses Zick-Zack. Unser Fokus liegt auf dem Spiel in Karlsruhe und nicht auf irgendwelchen Prognosen und Zielformulierungen, was im Mai passieren könnte“, warnte 96-Trainer Kenan Kocak davor, nun wieder vom Aufstieg in die Bundesliga zu träumen. Genki Haraguchi war der überragende Spieler in Nürnberg, wurde im „Kicker“ zum „Spieler des Spieltages“ erhoben. „Wir würden Genki gern behalten, es wird aber nicht einfach“, meinte Kocak zu dieser für 96 sicherlich wichtigen Personalie, denn der Vertrag des 29-jährigen japanischen Mittelfeldspielers läuft im Sommer aus. Die Hinrunde, so der 96-Coach, sei „holprig verlaufen. Wir hatten leider eine gewisse Inkonstanz. Da haben wir auch das eine oder andere Spiel zu viel verloren“. Vor allem denkt Kocak noch an das ärgerliche 2:3 gegen den FC St. Pauli zurück. „Diese Niederlage war sehr bitter und auch sehr unnötig. Da hat die Mannschaft auch in dem Spiel einen Sieg verdient gehabt aufgrund ihrer Reaktion, ihrer Comeback-Mentalität“, so Kocak. Erneut konnten die beiden Außenstürmer Valmir Sulejmani und auch Kingsley Schindler in Nürnberg nicht überzeugen. Folgerichtig nahm Kocak sie raus und wechselte Florent Muslija und Patrick Tsumasi ein. Muslija schoss per Freistoß das 4:1 und legte für Tsumasi auf, der das 5:1 erzielte. Möglich also, dass der 96-Trainer beide nunmehr von Beginn an in Karlsruhe spielen lässt. „Der Karlsruher SC hat eine eingespielte, erfahrene Mannschaft. Wir versuchen aber, ein richtig geiles Spiel zu machen und wollen von Beginn an die richtige Intensität finden“, betont Kocak. Allerdings starteten die Badener hervorragend ins neue Jahr mit drei Siegen und einem Unentschieden unter anderem einem 3:2-Auswärtssieg beim Tabellendritten Holstein Kiel. Der bisherige Direktvergleich beider Teams in der 2. Bundesliga spricht jedoch für die Roten, die in 15 Partien acht Mal gegen den KSC gewinnen konnten. Es gab drei Unentschieden bei vier Niederlagen.

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