2. Bundesliga

96 nach Panne gegen Würzburg Sonntag erneut mit Heimvorteil gegen Heidenheim

Mann vor Mikrofon
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Begeisterung sieht anders aus: Nach der Niederlage gegen Würzburg nimmt 96-Trainer Kenan Kocak im Interview die Verantwortung auf seine Kappe.

Hannover - Nach der desaströsen 1:2 (0:0)-Niederlage im Nachholspiel des 25. Spieltages der zweiten Fußball-Bundesliga gegen die Würzburger Kickers dürfte Hannover 96 seine am Donnerstagabend vor den Bildschirmen mitfiebernden Fans endgültig vergrault haben. Sechs Spiele sind die Roten nun sieglos, und es bleibt spätestens jetzt die Erkenntnis, sich über die Arbeit von 96-Trainer Kenan Kocak ernsthaft Gedanken zu machen. Schon am Sonntag gibt es die Chance zur Wiedergutmachung, wenn der 1. FC Heidenheim in Hannover aufläuft.

Schlimm genug, dass sich die Niedersachsen im Niemandsland der Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga nach dem erneut schon seit längerem verfehlten Saisonziel des Aufstiegs ins Oberhaus tummeln. Dass allerdings der Tabellenletzte aus Würzburg knapp ein Drittel seiner Punkte, nämlich sechs von 19, gegen die Hannoveraner geholt hat, geht nicht einmal mehr auf die berühmte Kuhhaut. Denn auch das Hinspiel ging 2:1 für die Franken aus. „Das war ein gebrauchter Abend für uns. Wir haben verdient verloren und heute einen rabenschwarzen Tag erwischt, an dem nahezu nichts funktioniert hat“, versuchte Kocak, nichts zu beschönigen. „Ich bin dafür verantwortlich, was auf dem Platz abläuft, und deswegen stelle ich mich vor die Mannschaft und nehme die Niederlage auf meine Kappe.“ Erst am Ende der ersten Halbzeit gab es die ersten Torchancen. In der 38. Minute traf 96-Kapitän Dominik Kaiser den Pfosten, so wie auch Philipp Ochs aus 22 Metern, dessen Schuss noch von Würzburgs Keeper Hendrik Bonmann ans Aluminium gelenkt wurde (42.). Den Pfosten traf auch Kickers-Stürmer Ridge Munsy in der 44. Minute nach einem krassen Abwehrfehler von Simon Falette.
Zwei Minuten nach der Pause erzielte der Japaner Genki Haraguchi mit seinem achten Saisontreffer nach Vorarbeit von Niklas Hult aus kurzer Distanz die 1:0-Führung der Gastgeber, die Frank Ronstadt mit einem fulminanten direkten Freistoß aus gut 25 Metern egalisierte. Und der eingewechselte Rajiv van la Parra sorgte neun Minuten vor Schluss im Nachsetzen für den 2:1-Siegtreffer der Gäste.
Lange müssen die Hannoveraner auf Rehabilitierung nicht warten, denn bereits morgen um 13.30 Uhr ist der 1. FC Heidenheim Gast in der HDI-Arena. „Wir haben jetzt drei Tage Zeit, und dann gibt es direkt eine neue Herausforderung. Wir dürfen die Köpfe jetzt nicht hängen lassen, müssen gut regenerieren und bestmöglich am Sonntag wieder in das Spiel gegen Heidenheim gehen“, meinte 96-Sportdirektor Gerhard Zuber direkt nach der Würzburg-Blamage. Unterdessen kündigte Kocak für das Spiel gegen Heidenheim wenige personelle Veränderungen an – nur Linksverteidiger Niklas Hult fehlt wegen der fünften gelben Karte. „Wir haben jetzt nicht viel Zeit, Sachen zu probieren. Wir können nicht experimentieren“, sagte der 96-Coach, der sich im übrigen keinerlei Sorgen um seine Zukunft macht. Denn 96-Boss Martin Kind hat ihm weiter das Vertrauen ausgesprochen.
Rückblickend auf die Pleite gegen Würzburg meinte Kocak: „Es war der Schlag ins Gesicht, der dem Klub aber in der Enwicklung weiterhelfen wird.“ Ziel sei es nunmehr, gestärkt aus dieser Situation herauszukommen. Dabei kommt Kocak entgegen, dass er sich nicht lange mit dem Würzburg-Spiel aufhalten muss, denn der Fokus liegt nun auf der Partie gegen Heidenheim

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