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96 gewinnt beim „Lieblingsgegner“ FC St. Pauli

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Riesenjubel bei den 96-Fußballern nach dem von Ron-Robert Zieler gehaltenen Elfmeter. © Kaletta

Hannover - Es geht doch: Hannover 96 wiederholte das, was den Niedersachsen schon in der Hinrunde gelungen war. Da hatten sie mit 1:0 den FC St. Pauli besiegt. Nun toppten sie dieses Ergebnis im Rückspiel der 2. Fußball-Bundesliga und gewannen nach einer ganz starken Leistung gegen die Kiezkicker gar mit 3:0 (1:0) – und fügten dem Team von Trainer Timo Schultz die erste Heimniederlage zu.

Und der Aufstiegskandidat konnte noch froh sein, nicht höher untergegangen zu sein. Denn Cedric Teuchert in der vierten Minute und der eingewechselte Linton Maina in der Nachspielzeit vergaben noch zwei Hochkaräter, als sie jeweils allein auf St. Paulis Torwart Nikola Vasilj zuliefen, diesen aber nicht überwinden konnten.
96-Trainer Christoph Dabrowski hatte seine Mannschaft, die vorn schon anfing zu pressen und das Mittelfeld verdichtete, gegen den Favoriten sensationell gut eingestellt. Und hinten war einmal mehr Verlass auf Keeper Ron Robert Zieler und die beiden kopfballstarken Innenverteidiger Marcel Franke und Julian Börner, die den Radius von St. Paulis Torjäger Guido Burgstaller massiv einengten.
In der 38. Minute fast das 1:0, doch 96-Spielmacher Sebastian Kerk vergab per Kopf eine Riesenchance nach einer Flanke von Niklas Hult. Fünf Minuten vor der Halbzeitpause die überfällige 1:0-Führung durch Dominik Kaiser, der für den gelbgesperrten Gaël Ondoua auf die Sechserposition gerutscht war. Er traf aus kurzer Distanz nach einer Hereingabe von Teuchert.
Nach dem Seitenwechsel verlegten sich die Gäste aufs Kontern, hatten aber Glück, dass Zieler reaktionsschnell einen Kopfball von Burgstaller zur Ecke lenken konnte. In der 57. Minute dann das 2:0 durch Sebastian Kerk, der nachsetzte, als Vasilj einen Schuss von Beier nur zur Seite abwehren konnte. Und in der 72. Minute machte Sebastian Stolze den Deckel drauf mit dem 3:0, das er ebenfalls im Nachsetzen aus vollem Lauf und aus sieben Metern erzielte, als Jakov Medic wegrutschte, das Leder so nicht wegspitzeln und so aus der Gefahrenzone bringen konnte, und unfreiwillig den Ball Stolze vorlegte.

Fans auf der Tribüne
Die mitgereisten Hannover-Fans haben allen Grund zur guten Laune. © Kaletta

In der 78. Minute wurde es kurios. Ein Foulelfmeter, verursacht von Börner an Daniel Kyereh, den Burgstaller schoss, den Zieler aber halten konnte, ließ Schiedsrichter Bastian Dankert wiederholen, weil sich der 96-Keeper von der Torlinie zu früh nach vorn bewegt hatte. Den zweiten Elfer knallte Daniel Kyereh an die Unterkante des Querbalkens, von wo aus der Ball auf die Torlinie prallte. Eine bezeichnende Szene, für den Aufstiegskandidaten, dem an diesem verregneten Sonntagnachmittag auch so gar nichts gelingen wollte. Im Gegensatz zu den Roten, die am Ende von ihren 650 mitgereisten Fans frenetisch gefeiert wurden und nunmehr auf den zwölften Tabellenplatz kletterten.
Von den letzten neun Pflichtspielen konnte der FC St. Pauli die Hannoveraner nur ein Mal besiegen. Die Kiezkicker scheinen zum Lieblingsgegner der Niedersachsen zu mutieren.   wg/gsd     

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