2. Fußball-Bundesliga

96 steht am Sonnabend gegen Düsseldorf unter Druck

Fußballer beim Training
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„Königstransfer“ Simon Falette wird gegen Düsseldorf spielen.

Hannover - Nach der fünften Auswärtsniederlage ligaübergreifend steht Hannover 96 nach dem 0:1 vor einer Woche in Paderborn heute um 13 Uhr in der HDI-Arena gegen Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf mächtig unter Druck, will das Team von Trainer Kenan Kocak seinem Anspruch gerecht werden in der zweiten Liga ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden zu können.

Das Problem, was sich auch in Paderborn zeigte: Die Mannschaft ist noch nicht so eingespielt, wie sich das Kocak wünscht. „Wir haben diese Woche jetzt zum ersten Mal seit Vorbereitungsbeginn einen kompletten Kader zusammen. Es braucht seine Zeit in allen Bereichen, dass unsere Prinzipien verinnerlicht werden. Wir hoffen, dass wir so schnell, wie es geht, zueinanderfinden“ wünscht sich der 96-Coach. Den Anspruch, aufsteigen zu wollen, haben auch die Rheinländer, die größtenteils nach dem Abstieg die Mannschaft zusammenhalten konnten. Allerdings lief es bei den Fortunen bisher nicht nach Wunsch. Erst ein Sieg auf der Habenseite, dennoch nur zwei Punkte von den Hannoveranern entfernt. „Es wird ein sehr intensives Spiel, in dem Kleinigkeiten entscheiden werden. Aber wir haben auch Qualität, sind von uns selbst überzeugt, und wissen, wozu wir in der Lage sind“, sagt Kocak. Personell kann er aus dem Vollen schöpfen, wobei Linton Haina allerdings aufgrund eines grippalen Infekts erst wieder seit gestern mittrainieren konnte. Gut möglich, dass der erst 21-jährige sechsmalige slowenische Nationalspieler Jaka Bijol in der Startformation steht wie auch Simon Falette, der neben Timo Hübers in die Innenverteidigung rückte. Falette, bei Eintracht Frankfurt unter Vertrag, jedoch zuletzt an Fenerbahce ausgeliehen, ist für Kocak der Königstransfer, das letzte Puzzlestück im Kampf um den Aufstieg. Es überraschte indes schon, dass Nationalspieler Falette, 28-jähriger Nationalspieler für Guinea, nach gerade mal zwei Trainingseinheiten Marcel Franke vorerst aus der Mannschaft verdrängt hat. Dazu Kocak: „Ich muss einen Riese-Respekt an Franky zollen. Er hat es sehr professionell aufgenommen. Er hat eine Hingabe für die Mannschaft mitgelebt. Das sind Charaktereigenschaften, bei denen mir als Trainer das Herz aufgeht. Er hat sich total in den Dienst der Mannschaft gestellt. Er weiß, dass er ein wichtiger Spieler ist und wir ihn brauchen.“ Eine weitere personelle Veränderung dürfte es auf der Rechtsverteidigerposition geben. Für den in Paderborn nicht überzeugenden Kingsley Schindler wird wohl der japanische Neuzugang Sei Muroja wieder in die Startelf rücken.

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