2. Bundesliga

Niedersachsenderby zwischen 96 und Braunschweig

Die 96-Spieler springen zum Aufwärmen in die Luft
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Training für das Derby: Die „Roten“ von Hannover 96 machen sich für das am 3. Oktober anstehende Niedersachsenderby fit.

Der erste Höhepunkt in der noch jungen Saison in der zweiten Fußball-Bundesliga steht für Hannover 96 an: Am „Tag der deutschen Einheit“ ist der niedersächsische Erzrivale Eintracht Braunschweig zu Gast (13 Uhr, HDI-Arena). Der Anpfiff ertönt um 13 Uhr, die Stadiontore öffnen bereits zwei Stunden vorher, um 11 Uhr. Die 96-Verantwortlichen bitten alle Fans eindringlich darum, individuell anzureisen: möglichst zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Noch etwas Besonders: Pünktlich zum Derby stellt Hannover 96 ein neues Bezahl-Konzept für die HDI-Arena vor: Von sofort an kann an allen Verkaufspunkten bargeldlos und kontaktlos mit der Girocard, allen gängigen Debit- und Kreditkarten sowie mit Smartphone oder Smartwatch via Apple Pay und Google Pay bezahlt werden. Das neue Bezahlsystem löst die vor 15 Jahren eingeführte HDI-Arena-Karte ab „Das ist das größte Spiel in unserer Region“, sagt denn auch 96-Stürmer Hendrik Weydandt im Interview. Allerdings konnten die Roten gegen den Aufsteiger aus Braunschweig in den letzten fünf Spielen nur ein Mal gewinnen. Also wollen die Hannoveraner diese miese Bilanz etwas aufpolieren. Gleichwohl konnte sich das Team von Trainer Kenan Kocak beim VfL Osnabrück kaum Selbstvertrauen nach der 1:2-Niederlage für diese brisante Partie holen, die vor knapp 10 000 Zuschauern ausgetragen werden kann, jedoch ohne Gästefans.  Die Eintracht reist nach zwei Spieltagen allerdings noch nicht mit einem Erfolgserlebnis an. 0:2 in Heidenheim, 0:0 zuhause gegen Holstein Kiel – noch fehlt der Mannschaft von Trainer Daniel Meyer, die elf Neuzugänge aufweist wie auch 96, ein Treffer. Und diesen wollen die Ostniedersachsen unbedingt in Hannover erzielen. Meyer muss jedoch auf Linksverteidiger Niko Kijewski verzichten, sicherlich ein Verlust für die Abwehr. Kollege Kocak bangt noch um den Einsatz von Josip Elez und Franck Evina. Ansonsten sind bis auf Ersatzkeeper Martin Hansen alle Spieler so weit fit. „Derbys sind was Besonders. Für mich ist es das erste mit 96. Ich weiß, wie auch die Spieler, um die Bedeutung für die Fans“, betont Kocak und ergänzt: „Wenn ein Spieler die Bedeutung nicht kennt, ist er fehl am Platz. Das ist eine der ersten Sachen, die sie hier erfahren.“ Kocak schließt indes weiterhin nicht, das personell noch nachgebessert werden muss. Viel Zeit bleibt allerdings den Hannoveranern nicht, das Transferfenster schließt am Montag, 5. Oktober. In Osnabrück konnten Dominik Kaiser, Genki Haraguchi und auch der Ex-Freiburger Maik Frantz kaum Impulse setzen. Das soll sich gegen Braunschweig ändern. Möglich, dass Weydandt, der in Osnabrück erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, wieder von Beginn an spielt. Auch erhofft sich Kocak von Linton Maina mehr, als er bisher gezeigt hat. Die Gegentreffer beim VfL fielen ausschließlich nach Standards. Hier wurde im Training der Hebel angesetzt. Aber auch mit den eigenen Standards kann der 96-Coach nicht zufrieden sein. Wie es geht, zeigte indes Abwehrchef Timo Hübers, dem im DFB-Pokal bei den Würzburger Kickern das zwischenzeitliche 3:0 nach einem Eckball gelang.

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