2. Bundesliga

96 hat mit schwachen Düsseldorfern keine Mühe

Fußballer klatschen sich ab
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Nach dem Spiel feiern die „Roten“ ihren deutlichen Sieg gegen Fortuna Düsseldorf.

Hannover - Drittes Heimspiel in der zweiten Fußball-Bundesliga – dritter Sieg. Hannover 96 präsentierte sich beim 3:0 (0:0)-Sieg gegen Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf so, wie es sich ihr Trainer Kenan Kocak vorgestellt hatte. „Die Mannschaft war heute sehr bissig, sehr griffig, hat ein gutes Pass- und Positionsspiel gezeigt und deshalb auch in der Höhe verdient gewonnen“, sagte er. Schon in den ersten 45 Minuten hätten die Gastgeber vor immerhin 8900 Zuschauern in Führung gehen können. Marvin Ducksch traf nach 16 Minuten nach Vorarbeit des einmal mehr überragenden 96-Spielmachers Genki Haraguchi nur den Querbalken und verfehlte nur drei Minuten später nach Doppelpass mit seinem Sturmpartner Hendrik Weydandt das gegnerische Gehäuse nur ganz knapp. Hingegen schossen die Düsseldorfer nicht ein einziges Mal auf den 96-Kasten. Erst in der 88. Minute musste Esser erstmals eingreifen.

Knackpunkt des Spiels war indes die überzogene gelb-rote Karte für Düsseldorfs Matthias Zimmermann, dessen Arbeitstag nach einem leichten Schubser gegen Kingsley Schindler bereits nach sieben Minuten beendet war. Er war erst zur zweiten Halbzeit eingewechselt worden. Die Führung der Roten dann nur fünf Minuten später, als der überraschend ins Team gerückte Florent Muslija eine Rechtsflanke von Haraguchi volley als Aufsetzer im Fortunentor unterbringen konnte und damit seine Aufstellung rechtfertigen konnte. Ich bin persönlich zufrieden mit mir, aber natürlich kann ich noch das eine oder andere besser machen. Ich habe das Vertrauen vom Trainerbekommen und bin hungrig auf mehr“, so Muslija. Die Vorentscheidung dann durch Ducksch, der einen an Haraguchi verursachten Foulelfmeter mithilfe des rechten Innenpfostens zum 2:0 (63.) verwandeln konnte. Für die endgültige Entscheidung sorgte Düsseldorfs Torwart Florian Kastenmeier, der den Ball nach einem Rückpass von Brandon Borrello in Slapstick-Manier über die eigene Torlinie drückte (85.). Fortunen-Trainer Uwe Rösler lobte den Gegner, der „sehr effektiv“ gespielt habe. Für ihn habe die gelb-rote Karte „das Spiel total verändert“. Dabei verkannte Rösler allerdings den überaus schwachen Auftritt seiner Mannschaft auch schon vor dieser entscheidenden Situation. Haraguchi, einer der Matchwinner, war mit seiner Leistung gegen seinen ehemaligen Klub zufrieden. „Ich fokussiere mich immer auf den Erfolg, das heißt auf drei Punkte. Da spielt es in dem Moment keine Rolle, dass ich bei dem Gegner selbst schon einmal gespielt habe. Wir haben uns gut in die Partie reingekämpft, denn das war auch heute nicht so einfach“, meinte der Japaner und ergänzte mit Blick auf das nächste Spiel bei Greuther Fürth: „Jetzt geht es weiter, das heutige Spiel zählt eigentlich schon nicht mehr. Jetzt müssen wir auch auswärts mal wieder drei Punkte holen.“

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