Hannover braucht heute unbedingt den dritten Heimsieg in dieser Saison

96-Appell an die Fans vor Schicksalspiel gegen Mainz

Die Hannoveraner wollen endlich wieder einen Dreier feiern. Wie hier Marcelo beim 4:0 gegen Ingolstadt. Fotos: Kaletta, Zwing

HANNOVER In der ARD lief am Freitagabend wieder mal die beliebte Karnevalssendung „Mainz bleibt Mainz wie es singt und lacht“. Alles andere als ein Quoten-Knüller verspricht am Sonnabend (15.30 Uhr) das Bundesliga-Spiel zwischen Hannover und Mainz 05 zu werden. Nicht ausgeschlossen, dass am Ende auch folgender Spruch zutrifft: 96 wie es sinkt und kracht.

Dabei: Tiefer als auf Rang 18 kann das Team von Neu-Trainer Thomas Schaaf ja gar nicht sinken. Nach oben klettern ist dringend angesagt, viele sehen die Partie gegen die Rheinhessen schon als Schicksalspiel an nach dem Motto: Geht auch diese Begegnung verloren, kann 96 schon langsam für die 2. Liga planen. Und so wie aussieht, versagen auch viele Fans inzwischen „ihrem“ Team die Gefolgschaft. Bisher sind erst rund 33 000 Tickets für das heutige Spiel zwischen dem Achtzehnten und dem Achten abgesetzt worden. Was dazu führte, dass Ex-Torwart und Pokalheld Jörg Sievers und auch Coach Schaaf schon leidenschaftliche Appelle an die geneigten Fans gerichtet haben, die Mannschaft jetzt nicht hängen zu lassen.

Im Team für Mainz wird es einige Umstellungen geben. So wird Schaaf mit einer neuen Innenverteidigung antreten, nachdem sich der Brasilianer Marcello nach dem 0:3 in Leverkusen quasi durch die Hintertür verabschiedet in Richtung Besiktas Istanbul. „Er hat das sinkende Schiff verlassen“, wurde dieser plötzliche Abgang kommentiert. Im Gegenzug kam aus Istanbul Alexander Milosevic, ein Schwede mit serbischen Wurzeln. Er soll nun hinten zusammen mit Christian Schulz, der nach der Gelbsperre wie Salif Sané zurück ist, die Mitte dichtmachen. Und hinten links verteidigt diesmal Edgar Prib, weil der Chilene Miiko Albornoz einmal mehr enttäuschte. Im Mittelfeld soll der Däne Uffe Bech eine neue Chance bekommen, nachdem er wochenlang ausgefallen war. Das Comeback von Sané ist dagegen offen, er trainierte die Woche über nur in der B-Elf. Hiroshi Kiyotake wird auch bei der Partie gegen Mainz ausfallen.

96 (derzeit kümmerliche 14 Punkte) braucht im zweiten Heimspiel 2016 unbedingt den erst dritten Heimsieg in dieser Saison, um den Rückstand gegenüber Relegationsrang 16 (Bremen, 19 Zähler) und dem 15. Platz (Stuttgart, 21) nicht noch weiter anwachsen zu lassen. Diese große Punkte-Differenz gab es nach dem 19. Spieltag im Übrigen noch nie seit Einführung der Relegation 2008/09. Wenig erbaulich auch: In einer Umfrage vom Fußball-Fachblatt „kicker“ trauen nur 13,4 Prozent den „Roten“ den Klassenerhalt zu.

Kleiner Hoffnungsschimmer: Die Hannoveraner verloren noch keines ihrer bislang neun Heimspiele gegen Mainz. Vielleicht trifft ja ausgerechnet Hannovers Ex-Mainzer Adam Szalai gegen seine frühere Mannschaft, für die er 79 Mal spielte und 21 Tore erzielte. Der neue 96-Ungar ist aber seit dem 12. Dezember 2014 ohne Treffer, damals traf er für Hoffenheim gegen die von Schaaf gecoachte Frankfurter Eintracht. haz/gsd

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