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400. Niederlage in der Bundesliga droht

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In der vergangenen Saison hatten die mitgereisten Dortmunder Fans Anlass zum Jubeln, während Marcelo, Salif Sane und Felipe nach der 2:3-Heimpleite enttäuscht vom Platz gingen. Foto: Kaletta
In der vergangenen Saison hatten die mitgereisten Dortmunder Fans Anlass zum Jubeln, während Marcelo, Salif Sane und Felipe nach der 2:3-Heimpleite enttäuscht vom Platz gingen. Foto: Kaletta

HANNOVER Nach der Länderspiel-Pause gleich gegen den Spitzenreiter – Hannover 96 erwartet am Samstag ab 15.30 Uhr der dickste, derzeit mögliche Brocken in der Fußball-Bundesliga: Borussia Dortmund ist zu Gast in der HDI-Arena. Mit drei Siegen und 11:1 Toren steht das Team vom neuen Trainer Thomas Tuchel an der Spitze. Kann 96 die 400. Bundesliga-Niederlage vermeiden?

Die „Roten“ sind dagegen Drittletzter mit nur einem Zähler beim 2:2 in Darmstadt, wo sie selbst auch nur einen Treffer beisteuern konnten – der zweite war ein Eigentor des Neulings. Kein Tor gegen Leverkusen, kein Tor in Mainz: Mit dieser Hypothek gehen die Hannoveraner in die Partie gegen die starken Borussen, denen aber wohl Nationalspieler Marco Reus fehlen wird.

Große Hoffnungen setzt man bei 96 auf das Comeback von Hiroshi Kiyotake. Der Japaner hatte sich, als er im Juni bei seiner Nationalmannschaft war, den rechten Mittelfuß gebrochen. Jetzt ist der Mittelfeldmann zurück, wenn auch mit Hindernissen. Eigentlich sollte er vergangene Woche die beiden Testspiele mitmachen, doch wegen einer Familienangelegenheit flog er nochmals in seine Heimat. An ein Einspielen im Team war so nicht zu denken.

Trainer Michael Frontzeck erhofft sich nun von Kiyotake, dass er zum Bindeglied zwischen Defensive und Offensive wird. Die Schwächen im Spielaufbau und im Spiel in die Spitze blieben keinem verborgen. Die Frage bleibt, ob der kleine Japaner schon wieder so weit ist, dem noch sieglosen niedersächsischen Erstligisten die nötigen Impulse geben zu können. „Ich kann spielen“, meinte Kiyotake auf Deutsch.

Noch eine Umbesetzung deutet sich bei den „Roten“ an: Manuel Schmiedebach wird wohl wegen einer Knieprellung ausfallen, so dass Leon Andreasen der erste Nachrücker ist. Er verkörpert zudem auch mehr Druck nach vorn. Im Angriff hätte sich eigentlich Artur Sobiech den Start-Platz verdient. Er traf in den Freundschaftsspielen mehrfach, während Mevlüt Erdinc bei der türkischen Nationalmannschaft nur Zuschauer war. Charlie Benschop gilt wieder als Joker.

„Ein Zähler ist zu wenig“, sagt Trainer Frontzeck vor dem Duell mit dem Tabellenführer. Es wäre vermessen zu sagen, dass man Dortmund „weghauen“ könne, so der 96-Coach. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass er als Trainer noch nie gegen Dortmund gewonnen hat – bislang gab es für ihn gegen die Borussen drei Unentschieden und fünf Niederlagen. So lobt Frontzeck den Kontrahenten über den grünen Klee. Der BVB sei fantastisch in die neue Spielzeit gestartet und habe im Angriff wieder zu früherer Gefährlichkeit zurückgefunden. „Ein herausragendes Team“, resümiert Frontzeck. Schafft 96 da eventuell mal eine faustdicke Überraschung? haz/gsd

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