Pokal

Recken nach Sieg gegen Lemgo im Viertelfinale

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Jubel bei den Handballern der TSV Burgdorf-Hannover: Die Recken haben den Sprung ins Viertelfinale geschafft.

HANNOVER Mit einem 23:17-Erfolg gegen den TBV Lemgo-Lippe haben die Recken den Sprung ins Viertelfinale des Pokalwettbewerbs geschafft. Die starken Morten Olsen und Torwart Urban Lesjak (17 Paraden) waren vor 2649 begeisterten Fans die Siegesgaranten.

Am Dienstagvormittag hatten die Recken bereits mit Spannung nach Wien geschaut. Dort wurde die dritte und letzte Qualifikationsrunde zur Gruppenphase im EHF-Cup ausgelost. Das Los zog zwiespältige Gefühle nach sich: Die Recken müssen gegen Benfica Lissabon ran, hauptsächlich durch seine Fußball-Mannschaft bekannt. „Ein schwerer Gegner“, meinte Recken-Kapitän Kai Häfner. Zusätzliche Erschwernis: Die Hannoveraner spielen am 17./18. November zuerst zuhause, dann am 24./25. November in der portugiesischen Hauptstadt.

Zum Lemgo-Spiel: Bei den Recken meldete sich Morten Olsen zurück, bei Pavel Atman steht jetzt die genaue Diagnose fest: Muskelbündelriss in der rechten Wade, mindestens sechs Wochen Pause. Wie beim Kraftakt-Sieg gegen Erlangen (26:24) lagen die Hannoveraner in der Anfangsphase ständig zurück, erst Timo Kastening konnte zum 4:4 ausgleichen. Für die erste Führung (6:5) sorgte Cristian Ugalde mit einem schnellen Tempogegenstoß (17.). Bei der 11:9-Führung vergaben die Recken einen Drei-Tore-Vorsprung, mussten stattdessen den Ausgleich der Westfalen zur Pause hinnehmen. Beide Teams agierten auf Augenhöhe, wobei die Gastgeber mehr als ein halbes Dutzend Angriffe liegen ließen, allein siebenmal an TBV-Keeper Johannesson scheiterten.

Vor der zweiten Hälfte feuerte Coach Ortega sein Team an, machte es nochmal heiß. Und auch auf dem Feld ging´s heiß her: 14:14 nach 38 Minuten, weiter alles offen. Dann trifft Cehte zum 15:14 – und die Recken setzen sich ab. Zweimal aber vergeben sie zunächst die Chance, sich auf drei Tore abzusetzen. Nach 51 Minuten klappt es endlich, als Olsen zum 19:16 trifft und sein drittes Tor in Folge hinterher legt – 20:16. Die Entscheidung. In der zweiten Hälfte ließen die Recken nur noch sechs Tore zu. Der Rest geht im Jubel der Fans unter. Zum Final Four in Hamburg (wie Ende vergangener Saison, als der Vize-Titel heraussprang) fehlt jetzt nur noch ein Sieg. „Das war eine Super-Match von beiden Abwehrreihen“, meinte Recken-Coach Ortega hinterher. „Alle Spieler haben jede Sekunde um jeden Ball gekämpft. Ein phantastischer Sieg!“ Auch Sportchef Sören Christophersen war happy: „Vorbildlich, wie sich die Spieler in jeden Zweikampf hauen. Unser Torhüter hat den Unterschied gemacht.“ Schon am Donnerstag geht´s in der Bundesliga in Stuttgart weiter. Ein Stress-Programm, das Christophersen eigentlich für unverantwortlich hält. Den Stuttgartern steht am Sonntag aber die SCHAARena nicht zur Verfügung, weshalb eben schon heute gespielt werden muss.

TSV: Lesjak, Ziemer – Cehte (4), Mävers, Thiele, Pevnov (2), Lehnhoff, Böhm, Ugalde (3), Krone, Srsen, Olsen (6), Donker, Brozovic (2), Feise, Kastening (6/3).

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