Handball-Bundesliga

Recken-Rumpfteam verliert beim Meister ganz knapp

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Recken-Trainer Carlos Ortega dirigiert sein Team, doch die Recken verlieren erneut mit nur einem Treffer weniger.

HANNOVER Was für eine bittere Niederlage für die Recken: Zum dritten Mal in dieser Saison verlor Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf mit einem Treffer Differenz. Bei Meister SG Flensburg-Handewitt gab es vor 5724 Zuschauern ein unglückliches 28:29 (12:14). 

Ohne Johannsen, Häfner, Patrail, Pevnov und Atman – wie sollte das nur gutgehen? Es ging überraschend gut in der ersten Hälfte. Fabian Böhm brachte die Recken in Front, die Holsteiner konterten mit dem 2:1 und 3:2. Doch Hannover spielte taktisch sehr clever, Trainer Ortega agierte von Anfang an mit dem siebten Feldspieler. Eine Variante, mit der die SG nicht zurechtkam. So drehten die Gäste die Partie zu ihren Gunsten. Der spanische Linksaußen Cristian Ugalde traf zum 4:3, sein drittes Tor in Folge.

Die Recken nahmen weiterhin das Tempo aus dem Spiel, spielten ihre Angriff so weit wie möglich aus. Flensburg wurde nervös und Hannover ging durch den ersten von drei verwandelten Siebenmeter von Rechtsaußen Timo Kastening 8:5 in Führung. Flensburgs erfolgsverwöhntes Publikum begann zu murren. 24 Minuten lang konnten die Recken ihren Vorsprung behaupten, erst dann schaffte Neuzugang Magnus Röd für die Gastgeber das 10:10. Doch Nejc Cehte kippte die Partie wieder zum 12:10 für die grün-weißen. Doch danach gab es einen 4:0-Lauf für Flensburg zur 14:12-Halbzeitführung. Doch bis dahin hatten die Recken eine Partie abgeliefert, mit der angesichts der Ausfallmisere nicht zu rechnen war.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit brachte Cehte das Ortega-Team 16:15 in Front. Danach gewann Flensburg leicht Oberwasser, zog auf 21:18 weg. Die Wende für den Meister? Nein, die Recken wehrten sich bravourös. Der herausragende Bohm warf nach 52 Minuten zum 25:25 ein. Cehte traf zum 28:28, ehe Hampus wanne der Siegtreffer gelang. Böhm: „Am Ende fehlte die Kraft, weil wir kaum wechseln konnten. Ein sehr gutes Spiel von uns. Sehr bitter. In so einem knappen Spiel entscheiden eben Nuancen.“ Co-Trainer Iker Romero bei „Sky“: Wir haben alles gegeben, super gekämpft. Das Team hat Hunger und Spaß.“ Flensburg stellte einen neuen Klubrekord auf: 15. Sieg in Serie!

TSV: Lesjak, Ziemer – Cehte (5), Thiele, Lehnhoff, Böhm (8), Ugalde (4), Krone, Srsen, Donker, Olsen (1), Brozovic (4), Feise, Kastening (6/6).

Beste SG-Torschützen: Röd (6), Lauge (5), Wanne (5/1), Gottfridsson (4).

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