Handball-Bundesliga

Recken am Mittwoch vor schwerer Aufgabe in Göppingen

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Lars Lehnhoff, hier beim Siebenmeter gegen den Bergischen HC, muss heute mit den Recken in Göppingen antreten.

HANNOVER Schon mal an den Europapokal-Rhythmus gewöhnen – das ist in dieser Woche für die Recken angesagt, wenn sie nach dem 29:26-Sieg vom vergangenen Sonntag gegen den Bergischen HC am Mittwoch (19 Uhr) bei FrischAuf Göppingen antreten. 

Und dann unter der Woche auch noch eine so weite Fahrt: Fast 550 Kilometer sind es bis zur EWS-Arena, wo die Recken in der vergangenen Saison wohl ihr schlechtestes Saisonspiel (19:30-Pleite) ablieferten. Bei den Schwaben endete damit auch die Serie von 13 ungeschlagenen Partien in Folge. Das dürfte jetzt schon genug Motivation sein, es besser zu machen. Trotz der ersten beiden Siege gilt es für Coach Carlos Ortega, weiter an der Feinabstimmung zu werkeln. Ganz rund läuft der Recken-Motor noch nicht – kann er wohl auch noch nicht zu dieser frühen Saisonphase. Zumal mit Kai Häfner auch noch der Taktgeber fehlt. Einsatz auch in seiner alten schwäbischen Heimat wohl eher unwahrscheinlich wegen seiner Bauchmuskel-Probleme. Der TSV-Kapitän fährt aber mit, leistet moralischen Beistand. Mit Häfners Comeback wollen die Recken bloß nichts überstürzen. Geht es schief, fällt der Nationalspieler möglicherweise noch viel länger aus. Für ihn muss wieder Neuzugang Nejc Cehte auf halbrechts ran. Der Slowene hat seine Sprung- und Wurfkraft schon mehrfach angedeutet. Erfreulich auch, wie Lars Lehnhoff (links) und Jannes Krone (rechts) ihre Chance in der Startformation gegen den BHC nutzten. Hinter Torschützenkönig Mortensen (nach Barcelona) kam Lehnhoff vergangene Saison (auch verletzungsbedingt) nur zu wenigen Einsätzen – jetzt war er gegen den BHC wieder voll da. Linksaußen-Konkurrent Cristian Ugalde kam gegen den BHC nur zu Kurzeinsätzen als Spitze in der 5-1-Deckung – die Spezial-Rolle des spanischen Routiniers. Krone gelang (wie Joshua Thiele) sein erstes Bundesliga-Tor. „Für Krone und Thiele freut es mich besonders“, meinte Sportchef Sven-Sören Christophersen. Gut für Ortega zu wissen, dass er gute junge Spieler in der Hinterhand hat. Göppingen steht nach einer verkorksten vergangenen Saison mit zwei Trainerwechseln unter Druck. Das Publikum ist kritisch, jetzt müssen Erfolge her. Im Team des neuen Trainers Hartmut Mayerhoffer (zuvor bei Aufsteiger Bietigheim) stehen vier neue Spieler, darunter der Slowene Ivan Sliskovic aus Celje, der dort mit dem starken neuen Recken-Keeper Urban Lesjak zusammenspielte. Aus Magdeburg kam Nemanja Zelenovic, aus Kristianstad (Schweden) der dänische Außen Tim Sörensen sowie Rückraumspieler Josip Peric (zuletzt Calarasi/Rumänien). Mit Tempohandball will FrischAuf nun wieder seine Fans begeistern. 

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