Interview mit Lars Lehnhoff

"Wir werden ziemlich oft der Favorit sein"

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Lars Lehnhoff ist seit 2004 bei den Recken und damit das Urgestein von Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf.

HANNOVER Er ist seit 2004 bei den Recken und damit das Urgestein von Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf. Vor dem Start in die zehnte Erstliga-Spielzeit der Recken sprachen wir mit dem Adelheidsdorfer Lars Lehnhoff.

Die neue Saison in der Handball-Bundesliga beginnt für die Recken am Sonntag in Gummersbach. Wie sind Ihre Erwartungen? 

Lehnhoff: Wir wollen da weitermachen, wo wir letztes Jahr aufgehört haben. Diesen Weg wollen wir weitergehen. Wir haben letztes Jahr eine Super-Saison gespielt. 

Was wir in der neuen Saison anders? 

Lehnhoff: Letzte Saison waren wir zu Beginn das Überraschungsteam. Das wird jetzt nicht der Fall sein. Wir werden ziemlich oft der Favorit sein, wobei wir das in der Rückrunde auch schon waren. Von außen ändert sich auf jeden Fall etwas, aber das sollte uns nicht stören. 

Wie sehen Sie die Neuzugänge? Erstmal der neue Keeper? 

Lehnhoff: Bei den Vorbereitungsturnieren war ich mit ihm (dem Slowenen Urban Lesjak, d. Red.) auf dem Zimmer. Er ist super-nett und ein guter Torhüter. Ich habe ihn erstmals gesehen, als er gegen Deutschland gespielt hat und super gehalten hat. Ich hoffe, dass er bei uns daran anknüpft. Von Nejc Cehte hoffe ich, dass er auf halbrechts seinen Stil entwickeln kann. Was ich bisher von ihm gesehen habe, finde ich super. In der Abwehr greift er zu, vorne kann er gut werfen und gut eins gegen eins gehen. Er hat Super-Anlagen, die uns weiter nach vorne bringen, gerade wenn Kai (Häfner, d. red.) mal eine kleine Pause braucht. Er kann ihn sehr gut ersetzen. 

Dann der neue Linksaußen Cristian Ugalde, der Nachfolger von Bundesliga-Torschützenkönig Casper Mortensen?

Lehnhoff: Er hat bislang eine Super-Vita gehabt und bei Top-Vereinen gespielt. Das sieht man auch, er schießt gut und ist eine Alternative, wenn wir ein anderes Deckungssystem spielen wollen. Das hat in den Testspielen schon gut geklappt. Ich hoffe, dass wir da ein zweites Abwehrsystem aufbauen können. 

Er ist ja quasi Ihr Konkurrent auf der Linksaußen-Position… 

Lehnhoff: Er ist mein Konkurrent, aber auch mein Mitspieler. Wir wollen zusammen gute Leistungen bringen, ich denke, dass wir das gut hinkriegen werden. Unser vierter Neuer Domagoj Srsen war verletzt, deshalb kann ich zu ihm wenig sagen. Er hat natürlich eine unglaubliche Physis, ist groß und kräftig. Er soll die Abwehr stabilisieren. 

Im Pokal haben die Recken gut angefangen, die erste Runde überstanden. Vergangene Saison war man ja bis ins Finale gekommen… 

Lehnhoff: Da wollen wir wieder hin! Da will jede Mannschaft hin. Wir haben letzte Saison dabei sein dürfen, das war für uns eine Riesen-Erfahrung, das wollen wir natürlich wiederhaben. Man muss aber von Anfang an da sein. 

Was ist in der Bundesliga zu erwarten? Die Recken waren vergangene Saison Sechster, sind in den EHF-Cup eingezogen. 

Lehnhoff: Die Belastung wird natürlich jetzt höher durch die deutlich höhere Anzahl an Spielen. Ich hoffe, dass wir die dritte Runde mit der Qualifikation für die Gruppenphase überstehen. Das ist unser Ziel. Wir wollen zeigen, dass wir weiter auf diesem Niveau spielen können. Das ist eine schwere Aufgabe, aber wir arbeiten sehr gut und zielstrebig. 

Gibt es ein persönliches Ziel? 

Lehnhoff: Ich möchte wieder ins Final Four nach Hamburg und auch im Europapokal möglichst weit kommen – am liebsten gewinnen und beim Final Four das gleiche. Vielleicht können wir in der Bundesliga noch einmal einen Platz gutmachen. (gsd)

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