Handball

Recken wollen mit Sieg in Mannheim ins "Final Four"

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Ilija Brozovic will mit den Recken an die Leistung vom Liga-Spiel gegen die Löwen anknüpfen.

Hannover – Weiter geht’s für die Recken in der ersten von vier aufeinanderfolgenden englischen Wochen in der Handball-Bundesliga – und wie an diesem Mittwoch im DHB-Pokal. Um 20 Uhr ist in der Mannheimer SAP-Arena Anpfiff zum Viertelfinale bei den Rhein-Neckar Löwen.

Die nächste Hammer-Aufgabe in dieser Woche nach der 27:30-Pleite in Leipzig und vor dem Liga-Topspiel am kommenden Sonntag gegen Berlin (13.30 Uhr, Tui-Arena). Die Stimmung war bei der TSV Hannover-Burgdorf nach der dritten Saisonniederlage in Leipzig alles andere als gut. „Das Ergebnis wirkt sehr geschönt für uns. Ich bin nicht damit einverstanden, wie wir uns in Leipzig präsentiert haben. Wir sind sehr gut beraten, jetzt schnell wieder Gas zu geben“, wird Sportchef Sven-Sören Christophersen im Fachblatt „Handballwoche“ zitiert. Auch Rechtsaußen Timo Kastening war angefressen: „Egal, ob du Erster, Dritter oder 18. bist – so darfst du dich nicht präsentieren.“ Besser machen können es die Recken heute Abend. Dazu ist natürlich eine 100-prozentige Leistung bei den Löwen nötig. Im ersten Punktspiel dieser Saison trennten sich beide Teams 29:29. Eine Partie auf hohem Niveau mit einem damals einmal mehr herausragenden Mannheimer/Schweizer Spielmacher Andy Schmid. Ihn gilt es erneut, in seinem Wirkungskreis so gut als möglich zu begrenzen. Klar ist aber auch, dass die Recken allein schon dadurch motiviert sind, zum dritten Mal in Folge ins Halbfinale und damit eben ins Final Four in Hamburg einzuziehen. Diese Vorgabe hatte sie auch schon im Achtelfinale in Flensburg beflügelt, das sie überraschen klar mit 26:20 gewannen. Über das Los ist Recken-Kapitän Fabian Böhm natürlich nicht glücklich: „Nach dem Sieg in Flensburg hoffte man auf ein Heimspiel und dann kommt das Los in Mannheim – viel schlechter hätte es nicht kommen können. Das ist eine Riesen-Herausforderung, wir sind absoluter Underdog in diesem Spiel, in dem es um alles geht. Aber wir sind nicht chancenlos!“ Viel wird für das Team von Trainer Carlos Ortega erneut davon abhängen, wie Morten Olsen in Form ist. Wie bereits in einigen Partien zuvor kam der dänische Spielmacher nicht wie zu Saisonbeginn zur Geltung. Was auch daran liegt, dass sich die gegnerischen Mannschaften inzwischen auf die Spielführung des Weltmeisters und Olympiasiegers eingestellt haben. In Leipzig kam Olsen in der zweiten Halbzeit nur noch wenig „auf die Platte“. Gefragt ist auch mehr Torgefahr (vor allem von Linksaußen) und mehr Zweikampfhärte. Sportchef „Smöre“ Christophersen kritisierte nach dem Leipzig-Spiel die Einstellung, dass man „nicht mehr alles auf dem Feld“ ließe – genau dies habe das Ortega-Team aber in dieser bisher überraschend guten Spielzeit ausgemacht. Seine Prämisse: Einfach wieder voll reinwerfen im Eins-gegen-Eins. Und so den „Hamburg-Hattrick“ mit einem Sieg bei den Löwen perfekt machen.

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