Handball-Bundesliga

Recken in Kiel – mehr Topspiel geht nicht

TSV Hannover Burgdorf - HSG Nordhorn Lingen
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Die Recken wollen am Sonntag in Kiel auch so jubeln wie hier nach dem Heimsieg gegen die HSG Nordhorn-Lingen.

Hannover – Es ist das absolute Spitzenspiel: Am Sonntag (13.45 Uhr, live auf N 3 und Sky) tritt Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf beim THW Kiel an – der Zweite hat den Ersten zu Gast. Mehr Top-Spiel geht nicht.

Die Recken fahren relativ entspannt an die Förde. „Den Druck haben nicht wir“, meinten Hannovers Trainer Carlos Ortega und Abwehr-Mittelblocker Mait Patrail unisono im Vorfeld des Gipfeltreffens. Zudem konnten sich die Recken in aller Ruhe vorbereiten, während Kiel am Mittwoch noch in der Champions League spielen musste. In Porto (30:29) nahm der THW dabei Revanche für die Heimpleite gegen die Portugiesen. Da der THW internationale und nationale Spiele in kurzer Abfolge gewohnt ist, dürfte dieser Stress-Aspekt wohl eher eine untergeordnete Rolle spielen. Allerdings wird wohl Kiels Niclas Ekberg fehlen, der mit 74 Toren die interne Rangliste anführt. Erfolgreichster Torschütze der Recken ist bislang Timo Kastening mit 67 Treffern. „Kiel ist eine tolle Mannschaft mit vielen Stars“, lobt Ortega den Kontrahenten, der sich in dieser Saison zum Ziel gesetzt hat, wieder Meister zu werden. Auch für Recken-Sportchef Sven-Sören Christophersen ist der THW der absolute Favorit: „Kiel ist diesen Spielrhythmus gewohnt.“ Auch wenn das Team vom neuen Trainer Filip Jicha nun das Heimspiel gegen Porto vergeigt habe – in der Bundesliga gefühlt seit langer Zeit nicht mehr. Die letzten Recken-Spiele gegen die Kieler waren gar nicht einmal so schlecht. Im September 2017 gab es einen 31:29-Erfolg in der Sparkassen-Arena, im vergangenen Februar behielten die Hannoveraner mit 28:27 die Oberhand. Allerdings ist die Gesamtbilanz nach wie vor eindeutig: Kiel gewann 17 Mal gegen die Recken, spielte einmal unentschieden und verlor nur zweimal gegen den aktuellen Tabellenführer. Mit den deutschen Nationalspielern Quenstedt (Tor), Wiencek und Pekeler, den Landin-Brüdern, Spielmacher Duvnjak, Ekberg usw. usw. hat der Rekordmeister ein Handball-Ensemble zusammen, das vom Allerfeinsten ist. Bleibt abzuwarten, ob Recken-Kapitän Böhm & Co. dem Aushängeschild des deutschen Handballs in dessen eigener Halle am Zeuge flicken kann. Für die Recken ist die Partie in Kiel das zweite von vier aufeinanderfolgenden Auswärtsspielen. Am Wochenende 23./24. November ist frei, dann geht es in Leipzig (1. Dezember) und im Pokal-Viertelfinale bei den Rhein-Neckar Löwen (4. Dezember) weiter. Das nächste Heimspiel steigt am 8. Dezember um 13.30 Uhr gegen die Füchse Berlin mit Ex-Recken-Torwart Martin Ziemer.

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