Handball-Bundesliga

Recken wollen Horror-Serie gegen Löwen knacken

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Die Recken um Fabian Böhm müssen sich beim Spiel gegen die Rhein-Neckar-Löwen auf harte Gegenwehr einstellen.

Hannover – Ein Spitzenspiel nach dem anderen – bei den Recken geht es derzeit Schlag auf Schlag. Erst Flensburg in der Liga und im Pokal, dann in Kassel gegen Melsungen, zuletzt Magdeburg und nun Donnertsag (19 Uhr) in der Tui-Arena gegen die Rhein-Neckar Löwen.

Handball-Bundesliga-Spitzenreiter TSV Hannover-Burgdorf ist gefordert und muss im Topspiel zwischen dem Ersten und zweiten die Konzentration weiter hochhalten.

Bleibt abzuwarten, ob die Recken weiter auf der Erfolgswelle oben schwimmen können. Der 31:28-Sieg gegen Magdeburg hat die Fans endgültig begeistert. Stehend feierten über 8000 Zuschauer den Überraschungs-Tabellenführer. „Wir wollen gegen die Löwen da weitermachen, wo wir gegen den SCM aufgehört haben“ – das ist der Tenor bei allen Recken-Beteiligten. Die Gunst der (Erfolgs-)Stunde soll weiter genutzt werden.

Allerdings gibt es auch Sorgen. Morten Olsens Einsatz ist noch offen. Der Däne, von vielen als derzeit bester Bundesliga-Spieler bezeichnet, wurde gegen Magdeburg nach gut einer Dreiviertelstunde ausgewechselt, weil die dick bandagierte linke Wade wieder zwickte. Zudem war der Spielmacher zu Wochenbeginn auch noch leicht erkältet. Wie wichtig der Weltmeister ist, war bei der bisher einzigen Niederlage bei der MT Melsungen zu sehen. Der leicht angeschlagene Mait Patrail sollte indes am Donnerstag wieder fit sein.

Der sechste Heimsieg wäre für die Recken auch wichtig, um mit einem weiter guten Gefühl in die Länderspielpause zu gehen. Für Fabian Böhm und Timo Kastening gibt es jedoch keine Pause, sie wurden für die Test-Länderspiele gegen Kroatien (23. Oktober auswärts, 26. Oktober in der Tui-Arena beim „Tag des Handball“) nominiert. Ebenso übrigens Recken-Neuzugang Ivan Martinovic, der für Kroatien auflaufen wird.

Spielt Olsen nicht oder nur phasenweise, kommt Alfred Jönsson als sein Back-up zum Einsatz. Der 21.jährige Schwede hatte einen schweren Start wegen einer Patellasehnen-Verletzung, kam schwer in Tritt. Inzwischen läuft es endlich besser für den Mittelmann aus dem schwedischen Lund, der gegen die Löwen auch vor dem schwedischen Nationaltrainer Kristjan Andresson vorspielt, der seit Saisonbeginn auch die Mannheimer coacht.

Gegen kein anderes Erstliga-Team haben die Recken im Übrigen eine so schlechte Bilanz. Die Horror-Serie: In bisher 20 Duellen mit den Kurpfälzern gab es nur einen Sieg: Am 17. September 2011 siegten die Hannoveraner in der damaligen AWD-Hall 33:32. Der einzige Spieler, der jetzt noch bei den Recken dabei ist, ist Morten Olsen.

Für das vierte Topspiel in Folge gegen die Rhein-Neckar Löwen waren am Donnerstag mehr als 6700 Tickets verkauft. Über 7000 Zuschauer dürften es somit werden, unter ihnen auch das Team von Fußball-Zweitligist Hannover 96. Damit wird der Besucherschnitt dann über 5000 pro Spiel klettern.

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