Handball-Bundesliga

Recken treten bei Titelkandidat THW Kiel an

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Cristian Ugalde tritt mit den Recken zum letzten Saisonspiel beim favorisierten THW Kiel an.

Hannover – Letzter Saison-Auftritt für die Recken – und was für einer: Am Pfingstsonntag (15 Uhr) tritt die TSV Hannover-Burgdorf beim THW Kiel an und ist somit in die Meisterschafts-Entscheidung mit eingebunden. Dass das Team von Trainer Carlos Ortega aber den THW stoppt, ist unwahrscheinlich.

Die Kieler müssen selbst gegen Hannover gewinnen und zudem hoffen, dass der BHC in Wuppertal gegen Flensburg gewinnt – nur so können sie sich noch den 21. deutschen Titel sichern. Flensburg reicht bereits ein Remis beim BHC zur Meisterschaft. Für den THW wäre die erneute Meisterschaft im Übrigen der dritte Titel in dieser Saison nach dem Pokal-Sieg in Hamburg und dem Erfolg im EHF-Cup in eigener Halle.

Für die Recken geht es im letzten Match dieser Saison nur noch darum, sich halbwegs ehrenwert zu verabschieden. Für Torwart Martin Ziemer, Kapitän Kai Häfner, Torge Johannsen und Domagoj Srsen ist es das letzte Spiel im Recken-Dress. Auf Mait Patrail und Lars Lehnhoff wird Coach Ortega einmal mehr verzichten müssen. Eventuell kehrt Pavel Atman nach seiner im Spiel bei der MT Melsungen erlittenen Oberschenkelzerrung ins Team zurück.

Anfang der Woche kochte hoch, dass die Hannoveraner möglicherweise noch einen zweiten Spieler neben Kai Häfner an die MT Melsungen verlieren könnten. Timo Kastening sei ein weiterer Kandidat für einen Wechsel nach Nordhessen, berichtete eine Kasseler Zeitung. Der Recken-Rechtsaußen, der von Bundestrainer Christian Prokop gerade zu den beiden WM-Qualifikationsspielen in Israel und gegen den Kosovo (beide in der kommenden Woche) eingeladen wurde, hat aber in Hannover noch einen Vertrag bis 2021. Was Verträge wert sind, hat man aber gerade am vorzeitigen Wechsel von Häfner nach Melsungen gesehen.

Die Kieler, die zuhause nur das Match gegen Magdeburg mit 25:28 verloren, werden sich ihr wie üblich ausverkauftes, letztes Heimspiel sicherlich nicht vermiesen lassen. Die vergangenen zwölf Spiele haben sie nach der Pelite gegen den SCM allesamt gewonnen und dabei 370:277 Tore erzielt. Zudem ist es die letzte Heimpartie für Trainer Alfred Gislason. Und bei der dünnen Auswärtsbilanz der Recken von lediglich 9:23-Zählern ist kaum damit zu rechnen, dass sie ausgerechnet vor der Topkulisse von 10250 Zuschauern in der Sparkassen-Arena (früher Ostseehalle) nochmal über sich hinauswachsen werden. Rund 120 Recken-Fans sind in Kiel beim 49. Pflichtspiel der Hannoveraner mit dabei. Neben den erwähnten Spielern wird auch Sportchef Sven-Sören Christophersen fehlen, der am Mittwoch an der Hüfte operiert wurde.

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