Handball-Bundesliga

Recken ohne Fünf beim "Final Four"

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Zahlreiche Recken-Fans begleiteten ihr Team im vergangenen Jahr nach Hamburg und hatten beim Halbfinal-Sieg gegen die HSG Wetzlar reichlich Anlass zum Jubeln.

HANNOVER - Ausgerechnet vor dem ersten von zwei Saison-Höhepunkten hat es Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf erneut heftig erwischt. Aller Voraussicht nach ohne fünf Spieler treten die Recken am Samstag (15.50 Uhr, ARD und Sky) im ersten Halbfinale um den DHB-Pokal beim „Final Four“ in Hamburg gegen den SC Magdeburg an.

Mit dem spanischen Linksaußen Cristian Ugalde, Kroaten-Kreisläufer Ilija Brozovic und Linksaußen-Talent Vincent Büchner haben sich drei wichtige Spieler im letzten Bundesliga-Spiel gegen Wetzlar verletzt. Bei Büchner besteht noch eine Mini-Einsatzchance, ebenso beim dritten Linksaußen Lars Lehnhoff. Der Este Mait Patrail ist gar kein Thema. „Wir sind natürlich nicht glücklich mit den Ausfällen“, sagte Recken-Coach Carlos Ortega vor dem Duell mit Magdeburg, dem derzeit wohl „heißesten“ Bundesliga-Team, das zuletzt Spitzenreiter Flensburg die erste Niederlage zufügte. Waren die Sachsen-Anhaltiner sowieso schon im Vorfeld der große Favorit in dieser Semifinal-Partie, so sind sie es angesichts der Recken-Dezimierung nun nur noch umso mehr. „Wir brauchen taktische Kniffe“, meinte Sportchef Sören Christophersen zur Kompensation der Ausfälle. Sein Team ist in dieser Saison leidgeprüft, litt schon mehrfach unter Ausfall-Miseren. Für die Hannoveraner ist der zweite Auftritt in Folge beim Final Four in der 13000 Zuschauer fassenden Hamburger Barclaycard-Arena ein ganz besonderes Ereignis. Unterstützt von mehr als 1200 Fans wollen sie für eine Überraschung sorgen, so Christophersen. Daran zu glauben, fällt jedoch schwer. Obwohl Kapitän Kai Häfner seinem Team Mut macht: „In Hamburg herrscht eine unvergleichliche Atmosphäre. Magdeburg ist ein sehr starkes Team ohne Schwächen.“ Der SC Magdeburg, in der Bundesliga mit 21 Siegen in 26 Partien Tabellendritter, tritt mit einer exzellenten Mannschaft an. Torwart Green, National-Linksaußen Musche (mit 195 Treffern Nummer eins der HBL-Torjägerliste), Damgaard, O’Sullivan, Weber, dazu der ambitionierte Trainer Bennet Wiegert – gegen diese Toptruppe für es für die gehandicapten Recken super-schwer. Im Punkt-Hinspiel wurde das Ortega-Team in der GETEC-Arena beim 34:23 deklassiert. Das Heimspiel gegen den SCM steigt dann am 5. Mai in der Swiss-Life Hall. Der zweite Saison-Höhepunkt für die Recken das EHF-Pokal-Viertelfinale gegen die Füchse Berlin. Das Hinspiel ist am Ostersonntag (15 Uhr) in der Tui-Arena zuhause. Das Rückspiel steigt eine Woche später in Berlin. PS. Ein Duell mit den Füchsen könnte es aber auch schon im Pokalfinale am Sonntag geben. Dann müssten die Recken Magdeburg schlagen und die Berliner gegen den THW Kiel im zweiten Halbfinale am Samstag um 18.30 Uhr gewinnen. Das Endspiel beginnt am Sonntag um 15.10 Uhr.

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