EHF-Pokal

Endspiel für die Recken um den Einzug ins Viertelfinale

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"Finale” in der Swiss Life Hall: Evgeni Pevnov, hier beim Gruppenspiel gegen HC Eurofarm Rabotnik, will gegen RK Nexe siegen und ins Viertelfinale des EHF-Cups einziehen.

HANNOVER - Endspiel für die Recken ums Viertelfinale im EHF-Pokal – das ist die Ausgangslage für Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf am Mittwoch (20.30 Uhr) im letzten Spiel der Gruppenphase gegen RK Nexe Nasice (Kroatien).

Siegt das Team von Trainer Carlos Ortega (5:5-Punkte) gegen den derzeitigen Zweiten der Gruppe B (6:4), hat sie die Runde der letzten acht Teams erreicht. Doch halt: Im Viertelfinale werden nur sechs Mannschaften statt acht vertreten sein. Denn der THW Kiel (Sieger der Gruppe D) ist als Ausrichter des Final Four automatisch qualifiziert und überspringt das Viertelfinale. Somit werden neben den weiteren drei Gruppensiegern noch die besten drei (von vier) Gruppenzweiten gesucht. Und dazu werden die Recken mit einem Sieg gegen Nasice gehören, da in der Gruppe C Holstebro (Dänemark) und Constanta (Rumänien, bei 4:6) auch bei Siegen nur noch auf sechs Plus-Zähler kommen können. Im Viertelfinale kann Hannover auf die Füchse Berlin, Saint Raphael Var (Frankreich), FC Porto (Portugal oder GOG Handbold (Dänemark) treffen. Das erste Spiel wäre Ostern (am 20. oder 21. April). „Volle Pulle gegen Nexe“, meinte Trainer Ortega gestern vor dem „wichtigsten Spiel der Saison“. Mit seiner Mannschaft war er erst am Montagabend von der langen und letzten EHF-Cup-Auswärtsreise vom Sonntagabendspiel in Bitola (29:17-Sieg) zurück. Interessant: 2003 gewann der Recken-Coach mit Barcelona den EHF-Pokal noch als Spieler, allerdings noch in einem anderen Modus. Nasice hatte die ersten drei Partien gewonnen, auch gegen die Recken zuhause, doch zuletzt zweimal verloren. Für Nachwuchsspieler Joshua Thiele sind „Vorfreude und Druck riesig, aber die Vorfreude überwiegt.“ In der vergangenen Woche hat der Kreisläufer aus der Talentschmiede der Recken gerade seinen Vertrag verlängert, erstmals als Profi. Thiele: „Gegen Nexe kommt es zu 90 Prozent auf den Willen an, nur zehn Prozent auf die Taktik.“ Als junger Spieler lernt er jetzt das Profigeschäft kennen. „Es macht Spaß, soviel unterwegs zu sein. Man bekommt viel Erfahrung.“Für die Partie in der Swiss-Life Hall waren am Dienstag gut 2700 Tickets verkauft worden. Bereits am Sonntag geht es für die Recken um 13.30 Uhr in der Bundesliga gegen die HSG Wetzlar weiter. 

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