Handball-Bundesliga

Die nächste Hürde für die Recken

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Im Hinspiel sieht Recken-Trainer Carlos Ortega einen 30:25-Arbeitssieg gegen Minden.

HANNOVER - Keine Atempause für die Recken! Mit dem Auswärtsspiel am Donnerstag (19 Uhr) bei GWD Minden geht die Jagd durch die Handball-Bundesliga und den EHF-Cup weiter. Und am Sonntag (13 Uhr) steigt bereits in der Swiss-Life Hall das „Rückspiel“ gegen Grundfos Tatabanya (Ungarn).

Neben den weiter vielen verletzungsbedingten Ausfällen deutet sich endlich auch mal wieder eine erfreuliche Nachricht an: Pavel Atman (31) steht vor einem Comeback. In den mehr als eineinhalb Jahren, die der sympathische Russe bei den Recken ist, war er ein halbes Dutzend Mal verletzt. Erst ein Mittelfußbruch, dann zwei Adduktoren-Zerrungen, Bänderriss im Sprunggelenk und zuletzt am 14. Oktober vergangenen Jahres ein Muskelbündelriss im Heimspiel gegen Erlangen. Und als er im Kader der russischen Nationalmannschaft für die WM stand, kam eine weitere Knöchelverletzung hinzu. Das führte dazu, dass der Spielmacher nur sechs Punktspiele absolvieren konnte. Nun könnte in der Mindener Kampa-Halle sein erster Einsatz bevorstehen. Er käme zu einer guten Zeit, denn viele Recken-Akteure wirken momentan überspielt. Auch Kapitän Häfner, der wie Spielmacher Olsen zuletzt in Tatabanya nicht an vorherige Leistungen anzuknüpfen vermochte. Auch Nationalmannschafts-Kollege Fabian Böhm plagen Knöchel- und Knieprobleme, die eine Pause ratsam erscheinen lassen. Nur: diese beiden Spiele in Minden und gegen Tatabanya müssen sie noch durchhalten, ehe es eine zehntägige Pause gibt. Allerdings einmal mehr nicht für die Nationalspieler, denn am 9. März wird in Düsseldorf gegen die Schweiz gespielt. Ab 5. März steigt in Kamen ein DHB-Lehrgang, an dem neben Häfner und Böhm auch neu Rechtsaußen Timo Kastening dabei ist. An Minden hat Hannover noch spezielle Erinnerungen. Vergangene Saison hämmerte Mait Patrail den Ball nach der Schlusssirene beim letzten Freiwurf noch über die GWD-Mauer in den Torwinkel und rettete das 29:29-Remis. Ob der Este nach seinem Bandscheibenvorfall und aktueller Reha nach Kreuzbandriss bleibt, ist offen. Einerseits hieß es, man wolle den Heilungsprozess abwarten, andererseits verlautete, man habe dem Hünen schon im vergangenen Dezember gesagt, dass man beim nach der Saison auslaufenden Vertrag die Option auf eine dritte Saison nicht ziehen würde. Da darf man gespannt sein, wie diese Personalie (und die vier weiteren mit Lehnhoff, Olsen, Srsen und Johannsen) enden. Und auch bei Häfner tauchten schon wieder Spekulationen auf, nach denen er möglicherweise sogar vorzeitig die Recken (in Richtung Melsungen?) verlassen werde. Es bleibt spannend bei den Recken (Elfter) vor dem Duell der Tabellennachbarn (beide 18:26-Zähler) in Minden, das auf Platz zehn steht.

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