Handball

Nächster Doppel-Spieltag für die dezimierten Recken

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Der Einsatz von Kai Häfner ist fraglich. Die Recken spielen am Donnerstag in der Bundesliga und am Wochenende im EHC-Cup.

HANNOVER - Zweiter „Doppel-Spieltag“ für die Recken: Am Donnerstag (19 Uhr) muss die TSV Hannover-Burgdorf bei den Eulen Ludwigshafen „auf die Platte“, von wo aus es ohne Rückkehr nach Hannover gleich weiter geht zum ersten Auswärtsspiel im EHF-Cup am Samstag (19.30 Uhr) bei RK Nexe Nasice in Kroatien.

Die erste Mammut-Tour, denn nach dem Flug von Frankfurt in die ungarische Hauptstadt Budapest sind es noch fast 300 Kilometer in die ostkroatische Stadt. 

Nasice hat nur gut 16000 Einwohner, der bedeutendste Wirtschaftsfaktor ist die NEXE-Gruppe. Das sportliche Aushängeschild ist der kroatische Handball-Erstligist. Die Recken wird dies eher am Rande interessieren – die sportlichen Faktoren sind weitaus wichtiger. Die Partie könnte schon richtungsweisend für die weiteren vier Partien werden. Nasice gewann sein erstes EHF-Cup-Match am vergangenen Wochenende glücklich mit 28:27 in Tatabanya (Ungarn). So treffen die beiden Sieger des ersten Spieltages aufeinander.

Allerdings – und da kommt auch die Bundesliga-Partie am Donnerstag in Ludwigshafen mit ins Spiel – stehen die beiden anstehenden Begegnungen schon wieder unter keinem guten Stern. Denn bei den Recken gibt es drei weitere angeschlagene Akteure: Der Einsatz des vor dem Spiel gegen Bitola beim Aufwärmen umgeknickten Fabian Böhm ist ebenso offen wie der Kai Häfner (muskuläre Probleme). Torge Johannsen (Zerrung) fällt definitiv aus, fährt bzw. fliegt gar nicht mit. Dazu fehlen weiter Patrail, Atman sowie die beiden Linksaußen Lehnhoff und Ugalde. Möglicherweise ohne sieben – da wird selbst das Spiel beim Tabellenletzten Ludwigshafen zu einer schweren Aufgabe. „Die Situation ist schwierig“, sagt Ortega. Sportchef Sven-Sören Christophersen bleibt ruhig: „Das schieß mich nicht mehr aus der Welt.“

Daher muss Trainer Carlos Ortega wiederum auf seine Talente setzen. Bislang haben sich Not-Linksaußen Vincent Büchner, Veit Mävers, Hannes Feise & Co. prima geschlagen. Personell passiert zur heute ablaufenden Wechselfrist nichts mehr.

Ludwigshafen hat erst einen Sieg in 20 Erstliga-Spielen geholt, gewann zuhause 27:24 gegen Leipzig – die einzigen Punkte in eigener Halle. Dazu kommen drei Unentschieden. Mit 474 Treffern haben die Eulen auch die wenigsten Tore erzielt. Können die Recken ihre bislang ebenso bescheidene Auswärtsbilanz von 4:18-Zählern beim Schlusslicht ausbauen? Beim 33:22 gegen Stuttgart und dem 24:21 gegen Bitola haben sich die Hannoveraner zumindest wieder an das Gefühl des Sieges nach langer Durststrecke gewöhnt. Christophersen hofft, dass die ersten beiden Erfolge 2019 eine Trendwende gewesen sind. „Ludwigshafen will uns aus der Komfortzone holen. Aus der Favoritenrolle können wir uns nicht rausnehmen.“

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