TSV verliert 27:29 knapp gegen Magdeburg

Kampf der Recken bleibt unbelohnt

Recke Evgeni Pevnov setzt sich gegen den Magdeburger Marko Bezjak durch.
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Recke Evgeni Pevnov setzt sich gegen den Magdeburger Marko Bezjak durch.

Hannover – Schade, Recken! Trotz einer kämpferisch großartigen Leistung verlor die dezimierte TSV Hannover-Burgdorf in der Handball- Bundesliga mit 27:29 (13:15) gegen den SC Magdeburg. Einsatz und Engagement blieben gegen den Favoriten letztlich unbelohnt.

Wie bekannt mussten die Recken ohne den dänischen Weltmeister Johan Hansen und Filip Kuzmanovski antreten, die zur Vorsicht vor einer Corona-Infektion in Quarantäne sind, aber bereits negativ getestet wurden. Auf Rechtsaußen begann daher Nachwuchsmann Jannes Krone. Die ersten Minuten gehörten freilich eindeutig den Gästen, die mit voller Power und Wucht aus der Kabine gekommen waren. Hornke, O’Sullivan und Top-Torjäger Magnusson – nach nicht einmal drei Minuten lagen die Magdeburger bereits mit 3:0 vorn. Die Recken hatten zweimal den Ball weggeschmissen, waren einmal am Pfosten gescheitert. Nach dieser missratenen Anfangsphase musste man ein Debakel für die Gastgeber befürchten.

Doch die Hannoveraner arbeiteten sich richtig in die Partie hinein. Nachdem Veit Mävers nach 4:08 Minuten den ersten Treffer erzielt hatte, konnten die Recken den Rückstand nach und nach verkürzen. Ivan Martinovic schaffte per Siebenmeter den 4:5-Anschluss (11.). Mehrfach gelang dem Ortega-Team in der Folge, auf jeweils ein Tor Differenz zu verkürzen, doch beim 6:9 (15,) war das Team von Gästecoach Bennet Wiegert wieder auf drei Tore enteilt. Aber nun auch Glück: Magdeburgs Magnusson donnerte eine Strafwurf an die Latte – und vergab auch den nächsten Siebenmeter, als Domenico Ebner parierte. Kaum zu glauben: Beim 9:9 durch Nejc Cehte hatten die Recken sogar den Ausgleich geschafft (20.). Aber der SCM konnte erneut wieder leicht wegziehen, Linksaußen Mertens traf mit der Sirene zur 15:13-Führung für die Sachsen-Anhaltiner.

Mit genauso viel Power wie der SCM zu Beginn kam Hannover nach der Pause auf die Platte. Martinovic schaffte den Anschluss und per Siebenmeter das 15:15. Der Austro-Kroate war es auch, der nach 36 Minuten zur ersten Führung der Recken überhaupt einwarf – 17:16! Doch die Antwort des Tabellenzweiten kam prompt wieder: Nach dem 18:18 trafen Kristjansson, Mertens, Hornke und wieder Kristjansson schnell zum 22:18 (43.) für die Gäste. Doch erneut kämpften sich die Recken wieder an den Favoriten heran. Krone, Büchner und Böhm verkürzten auf 21:22 – eine Riesen-Energieleistung. Und es blieb spannend! Wieder Ausgleich beim 24:24 durch Cehte. Und zum 26:26 durch den siebten verwandelten Siebenmeter von Martinovic. Eine umstrittene Schiedsrichter-Entscheidung gegen Hannover, ein Wurf von Mävers neben das Tor – da war’s um die Recken geschehen. Der SCM traf durch den nach der Pause nicht zu stoppenden Gisli Kristjansson und Magnusson zum Sieg. Der große Kampf der Recken blieb unbelohnt. – haz/gsd

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