TSV Hannover-Burgdorf verliert Saisonauftakt mit 24:28 gegen Rhein-Neckar Löwen

„Wir sind an uns selbst gescheitert”

Juri Knorr von den Rhein-Neckar Löwen beim Sieg gegen die TSV Hannover-Burgdorf
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Erfolgreiche Premiere für die Löwen: Juri Knorr ist vor der Pause praktisch nicht zu stoppen.

Hannover – 20 Minuten konzentrierte Leistung in der Anfangsphase und eine ordentliche zweite Halbzeit reichen eben nicht! Zum Einstand vom neuen Recken-Trainer Christian Prokop setzte es für seine neue Mannschaft TSV Hannover-Burgdorf eine 24:28 (11:16)-Niederlage. Gegen den undankbaren Auftaktgegner waren Cleverness und Kaltschnäuzigkeit der Gäste die Faktoren für die erste Niederlage der Recken. Heimstart vor 2353 Zuschauern (3600 waren erlaubt) in der ZAG-Arena missglückt!

Shake-hands mit Uwe Gensheimer und Jannik Kohlbacher – so kam Hannovers neuer Trainer Christian Prokop aufs und begrüßte „seine“ Ex-Spieler aus dem Nationalteam. Mit den Freundlichkeiten war es jedoch schnell vorbei. Nach nur 36 Sekunden brachte Johan Hansen die Recken in Front- das erste Punktspieltor der neuen Saison. Und die Hannoveraner zeigten sich in der Anfangsphase der Partie tatsächlich sehr konzentriert, obwohl sie zunächst mit 1:2 und 2:3 in Rückstand gerieten. Ivan Martinovic sorgte beim 4:3 für die zweite Führung, die bis zur 22. Minute Bestand haben sollte. Filip Kuzmanovski gelang nach 13 Minuten erstmals eine Zwei-Tore-Führung zum 7:5. Dumm allerdings, dass Abwehrkante Ilija Brozovic nach 17 Minuten bereits seine zweite Zeitstrafe kassierte – Prokop schickte Bastian Roscheck zum Warmmachen. Wenig später übernahm Nationalspieler Juri Knorr bei den Löwen, steuerte bis zur Halbzeit sechs Treffer bei. In gleichem Maße steigerte sich bei den Kurpfälzern auch Torhüter Andreas Palicka mit sieben Paraden in der ersten Hälfte. Ab etwa der 20. Minute schwand jedoch zudem auch die Konzentration bei den Recken. Ballverluste, technische Fehler und die Torwartparaden von Palicka führten dazu, dass die Gäste innerhalb der wenigen Minuten bis zur Pause auf fünf Tore wegzogen. Ernüchternd, dieses 11:16 nach den ersten 30 Minuten.
Zur zweiten Hälfte wechselte Prokop durch: Domenico Ebner im Tor, dazu Roscheck in der Abwehr, vorne Hannes Feise links und Martin Hanne halblinks. Dadurch kam wieder mehr Schwung ins hannoversche Spiel, die Fans waren sofort wieder da, weil das Team zeigte, dass es diese Partie nicht vorzeitig weggeben wollte. Zwei Treffer von Hansen in Folge – da hieß es nur noch 17:19, die Recken waren wieder dran und Löwen-Coach Gärtner nahm nach 38 Minuten eine dringend nötige Auszeit. Nächster Angriff Recken, doch Hansen scheiterte an Palicka. Die vielleicht Spiel entscheidende Szene? Wahrscheinlich. Denn statt auf ein Tor zu verkürzen, zogen die Löwen wieder an und vor allem weg. Uwe Gensheimer warf zum 22:18 für die Gäste ein. Und diesen Vorsprung ließen sich die Kurpfälzer nicht mehr nehmen. Sie kontrollierten das Match und kamen vor allem durch Kohlbacher zu weiteren Treffern. Allem Bemühen der Recken war jedoch kein Erfolg mehr vergönnt. Die Fehlerquote aus den zehn Minuten vor der Pause war einfach zu hoch. haz/gsd

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