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„Es war einfach ein schlechtes Spiel“

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Von: Heiko Meyer

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TSV Hannover-Burgdorf verliert gegen HSG Wetzlar nach 1:7-Start mit 23:26
Bittere Heimniederlage: Die Enttäuschung ist den Recken deutlich anzusehen. © Heiko Meyer

Hannover – Riesen-Enttäuschung für die Recken! Vor 3973 Zuschauern verlor Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf beim 23:26 (10:14) gegen die HSG Wetzlar das dritte Saison-Heimspiel und verpasste damit die Chance, sich eine gute Ausgangsposition für die restlichen fünf Punktspiele bis Ende Dezember zu verschaffen. „Es war einfach ein schlechtes Spiel“, resümierte Sportchef Sven-Sören Christophersen. Trainer Christian Prokop hatte „eine verdiente Niederlage“ gesehen.

Hannover in den blau-weißen Auswärtstrikots – das brachte irgendwie auch kein Glück. Wetzlars Schweizer Lenny Rubin warf seine grün-weißen Farben in Front, Hendrik Wagner erhöhte, ehe Ilija Brozovic für das 1:2 sorgte. Der Auftakt zur Wende? Von wegen. Von da ab ging’s noch weiter bergauf bei den Recken. Nichts klappte, da war ganz übel der Wurm drin. Nach 5:25 Minuten nahm Prokop schon die erste Auszeit, als es 1:5 stand. Geholfen hat sie aber überhaupt nichts. Vielmehr traf die HSG zum 7:1 – und der Recken-Coach nahm Auszeit Nummer zwei bei 9:37 Minuten. Und ein Torwart- Wechsel noch dazu: Für Dario Quenstedt kam Domenico Ebner zwischen die Pfosten, hatte gleich einige umjubelte Paraden. Die Hannoveraner nun kurzzeitig etwas besser im Spiel, Rechtsaußen Max Gerbl verwandelte zwei Siebenmeter in Folge zum 5:8. Wirklich besser wurde es jedoch nicht. Die Mittelhessen spielten ihren Stiefel nach ihrem Trainer-Wechsel so konzentriert es ging runter. Dabei kam genau dieser Effekt zum Tragen, der entsteht, wenn der Trainer entlassen wird. Benjamin Matschke musste gehen, Torwart-Trainer Camdzic und Co-Trainer Mirkulovski übernahmen bei der HSG. Und ihre Mannschaft schien irgendwie neu und frisch beseelt zu sein. Gleichermaßen schienen die Recken die Partie womöglich schon vorher gewonnen zu haben. Flugs waren die Hessen schnell wieder auf fünf Treffer enteilt. Zur Pause stand es völlig ernüchternd 10:14 – und teils war’s wie Slapstick, als die Recken in der Schlussphase der ersten Hälfte dreimal an HSG-Keeper Klimpke (insgesamt 18 Paraden) scheiterten. Wenig bis nichts deutete auf Besserung in der zweiten Halbzeit hin. Und tatsächlich: Die Recken weiter wie ein Nervenbündel. Auf eine gute Aktion folgte sofort eine schlechte. Nach 45 Minuten haben die Recken auf 16:18 verkürzt. Geht da noch was? Nein, Wetzlar profitiert von den vielen Eigenfehlern der Hannoveraner. Bei 19:23 waren die Hessen wieder weg, da halfen auch zwei Treffer von Hannes Feise zum 21:23 letztlich nichts. Immer, wenn die Recken annähernd in Schlagdistanz schienen, legte die HSG wieder nach und brachte den verdienten Erfolg zum 26:23 auch über die Zeit.   haz/gsd

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