TSV Hannover-Burgdorf verliert mit 20:30 bei der SG Flensburg-Handewitt

Nach der Pause „flenst“ es nicht mehr

Nach einer guten ersten Halbzeit sieht Christian Prokop einen „sehr bitteren Start”  in Flensburg in die zweiten 30 Minuten
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Nach einer guten ersten Halbzeit sieht Christian Prokop einen „sehr bitteren Start”  in die zweiten 30 Minuten.

Hannover – „Eine nicht unerwartete Niederlage kassierte Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf bei der SG Flensburg-Handewitt. Nach einer noch ordentlichen ersten Halbzeit mit einem 12:13-Rückstand wurde am Ende vor 1458 Zuschauern in der Flens-Arena noch deutlich bei der 20:30-Niederlage.

„Wir haben gut ins Spiel gefunden mit einer beweglichen 6-0-Abwehr, haben zunächst keine Gegenstoß-Treffer bekommen und ein effektives Angriffsspiel gezeigt“, fasste Recken-Trainer Christian Prokop, der nur auf Rechtsaußen Johan Hansen verzichten musste und dafür Nachwuchsspieler Daniel Weber zu seinem Bundesliga-Einsatz verhalf, die erste Halbzeit zusammen. Die Anfangsphase gehörte seinem Team, das durch Filip Kuzmanovski in Front ging. Und auch in den folgenden Minuten blieben die Recken vorn, kamen durch Veit Mävers und Evgeni Pevnov zu einem 5:3-Vorsprung. Doch das Förde-Team drehte die Partie alsbald, ging seinerseits mit 7:5 in Führung, die durch Treffer von Vincent Büchner, Ivan Martinovic und erneut Büchner wieder zugunsten der Hannoveraner kippte. Auch danach wechselte die Führung noch hin und her: Mävers traf zum 9:8, Nationalmannschafts-Kapitän Johannes Golla wiederum zum 11:10 für die SG, das erneut Martinovic zum 12:11 für die Gäste konterte. Für das 13:12 der Flensburger zur Pause sorgten dann Haupttorschütze Emil Jacobsen und Schwedens EM-MVP Jim Gottfridsson. Sah also noch alles gut aus für die Recken bis dahin. Der Auftakt zur zweiten Hälfte war dann, so Prokop, „sehr bitter. Wir haben den Start verschlafen, hatten drei Fehlwürfe, zwei Technische Fehler und haben auch noch Zeitstrafen kassiert.“ Am Ende waren es fünf. Die SG zog Profit daraus, lag nach gut 36 Minuten 17:13 vorn – da „flenste“ es bei den Recken nicht mehr. „Wir haben uns da zu schnell die Butter vom Brot nehmen lassen“, ärgerte sich der Recken-Coach. Nach 40 Minuten war beim 19:14 bereits eine Vorentscheidung gefallen – clever hielten die SGer den Vorsprung und bauten ihn danach noch auf zehn Treffer aus, was aber nicht an Recken-Schlussmann Ebner lag, der mit guten 13 Paraden aufwartete. Hannovers Rückstand wuchs auch an, weil Martinovic zwei und Mävers einen Siebenmeter nicht verwandeln konnten. Dennoch war der Rückraum-rechte Martinovic letztlich mit acht Treffern der erfolgreichste Torschütze des Prokop-Teams. So wurde schließlich doch noch eine deutliche Niederlage beim Champions League-Team aus Schleswig-Holstein, dessen Trainer Maik Machulla nicht zu 100 Prozent zufrieden war: „In der ersten Halbzeit waren wir zu bequem.“ haz/gsd

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