Handball-Bundesliga

Recken verlieren auch beim Bergischen HC

Mann im Handball-Tor
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Recken-Torhüter Urban Lesjak zeigt zwar eine starke Partie, doch am Ende gehen die Recken – diesmal beim Bergischen HC – erneut leer aus.

Hannover - Am Ende waren es nur vier Tore Unterschied. Aber diese Differenz verklärte die 23:27 (12:14)-Pleite der TSV Hannover-Burgdorf beim Bergischen HC in der Wuppertaler Uni-Halle doch zu sehr. Der BHC war glasklar überlegen, gewann völlig zu recht und eigentlich noch zu knapp. Die Recken blieben auch im zehnten Auswärtsspiel ohne Sieg, sind damit weiter die einzige Mannschaft in der Handball-Bundesliga, die in fremder Halle bislang nicht gewann.

Die „Auswärts-Schlaffis“ scheiterten dabei vor allem auch am starken BHC-Torwart: Punkte weg wegen Christopher Rudeck, der die Gäste mit 18 Paraden entnervte. „Wir haben eine konstante Leistung gezeigt, in der Abwehr gut gedeckt“, blieb Rudeck bei „Sky“ bescheiden. Sein hannoverscher Gegenüber Evgeni Pevnov (nur noch mit Schnäuzer statt Bart) war ziemlich ratlos: „Ich habe keine Erklärung, warum wir auswärts nicht gewinnen. Wir hatten im Angriff Schwierigkeiten, die Abwehrleistung war ganz okay. Natürlich sind wir unzufrieden auch wegen der Chancenverwertung.“ Dabei fing alles relativ vielversprechend für die Gäste aus Niedersachsen an. Böhm und zweimal Pevnov brachten die Recken 3:1 in Front. Aber nach dem 2:3 setzte schon die Serie der Fehlwürfe und schwachen Abschlüsse ein. Mit einem 4:0-Lauf gingen die Bergischen 5:3 in Führung, die sie nicht mehr hergaben. Und Torwart Rudeck wurde regelrecht warmgeworfen, schwang sich zu einer exzellenten Leistung auf mit bereits acht Paraden in der ersten Halbzeit, denen zehn im zweiten Durchgang folgten. Den Recken glitt die Partie langsam aus den Händen, sie agierten fahrig und lagen 6:10 (23.) hinten. Linksaußen Büchner konnte mit zwei Treffern zwar zum 12:12 ausgleichen. Doch dann kassierte Pevnov (umstritten) und zuvor Kuzmanovski zwei Zeitstrafen hintereinander. Hannover 61 Sekunden in doppelter Unterzahl. Fabian Gutbrod und fast mit der Pausensirene Ex-Recke Csaba Szücs nutzten dies zur 14:12-Führung zur Halbzeit. Danach schienen die Recken die Handball-Arbeit fast eingestellt zu haben. Bis Mitte der zweiten Hälfte erzielten sie nur vier Tore, lagen 16:23 (46.) zurück – schon die Entscheidung. Zwar kam Recken-Keeper Urban Lesjak auch auf 14 Paraden, doch seine Vorderleute verstanden es nicht, daraus etwas zu machen. Dass Nejc Cehte sein Team nochmals auf 22:25 heranbrachte, blieb ohne nachhaltige Wirkung. Der BHC hatte die Partie voll im Griff, ließ es schließlich bei einem optisch noch glimpflichen 23:27-Endergebnis, was die eklatante Auswärtsschwäche der Recken nur kaschiert. Der BHC holte dagegen zwölf von 14 Punkten aus den vergangenen Spielen. Rückraumspieler David Schmidt: „Wir spielen 60 Minuten unseren Stiefel runter, strahlen Selbstsicherheit aus.“ Davon kann bei den Recken zumindest auswärts keine Rede sein.
Wegen der Olympia-Qualifikation (unter anderem mit Böhm und Lesjak für Deutschland-Gegner Slowenien) ist am kommenden Wochenende Pause in der Bundesliga. Das nächste Heimspiel steigt am 18. März (Donnerstag) gegen den SC Magdeburg.
Recken: Lesjak, Ebner – Cehte 3, Kuzmanovski, Martinovic, Mävers 1, Hansen 3/1, Pevnov 2, Jönsson 5, Böhm 2, Krone, Donker, Hanne 1, Brozovic 3, Feise, Büchner 3.
Beste BHC-Torschützen: Gunnarsson 7/6, Schmidt 5, Gutbrod 5, Darj 4.       

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