TSV Hannover-Burgdorf nach 22:25 gegen Berlin mit 2:10-Punkten Vorletzter 

Viel Aufwand, aber kein Lohn für die Recken

Rechtsaußen Johan Hansen im Duell mit dem starken Füchse-Keeper Dejan Milosavljev. 
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Rechtsaußen Johan Hansen im Duell mit dem starken Füchse-Keeper Dejan Milosavljev. 

Hannover – Rehabilitation nur zum Teil gelungen! Die Recken lieferten den Füchsen aus Berlin einen bemerkenswerten Kampf, unterlagen aber nach einer 21:18-Führung in der 48. Minute noch mit 22:25. Damit stehen jetzt 2:10-Punkte in der Tabelle und Platz 17. Auch die Super-Leistung von Hannovers Torhüter Urban Lesjak mit 14 Paraden half am Ende nicht. 

Berlin ging in Front und die Recken laufen ersten Berliner Führungen hinter. Aber Fabian Böhm gleicht zum 3:3 aus. Hilft nichts, der Favorit aus der Hauptstadt setzt sich wieder auf 6:4 ab, ehe das Prokop-Team eine gute Phase erwischt und seinerseits erneut durch den in der ersten Halbzeit guten Böhm 7:6 nach vorn zieht. Die Recken danach mit viel Selbstbewusstsein und auch mit genügend Zielwasser: Büchner, Böhm (dritter Treffer) und Martin Hanne schießen die Gastgeber 10:7 in Führung. Aber im Abschluss nimmt die Präzision in der Folge ab, Johan Hansen scheitert nach einem klasse Einläufer freistehend an Füchse-Keeper Dejan Milosavljev – der musste einfach drin sein! Und so geht’s langsam wieder andersherum. Der „ewige“ Hans Lindberg (40 Jahre jung) trifft per Siebenmeter zum 11:11-Ausgleich. Paul Drux und Fabian Wiede (mit der Halbzeit-Sirene) sorgen für den 13:12-Vorsprung der Gäste zur Pause.  Aber die Recken kommen gut aus der Kabine, Martinovic gleicht aus und von da an sind zunächst die Hannoveraner in Front. Jannes Krone, nach langen Wochen Verletzungspause wieder dabei, sorgt für das 18:15. Berlin tut sich schwer, Hanne trifft zum 20:17, Mävers zum 21:18 (48.). In der gleichen Minute kommt Matthias Ritschel zu seinem ersten Einsatz, doch gegen Siebenmeter-Maschine Lindberg ist auch der neue Schlussmann machtlos. Langsam entgleitet den Recken die Partie, die Füchse unterbinden geschickt die Recken-Angriffe. Marsenic gleicht in der 52. Minute zum 21:21 aus, Drux bringt Berlin wieder in Front. Gegen den 6:0-Lauf der Berliner, zu dem Lindberg fünf Strafwurf-Treffer beisteuert, haben die Hausherren keine Antwort. Nur Krone gelingt noch ein Treffer, während die nun 16 Mal ungeschlagenen Füchse ihre ganze Cleverness und Routine ausspielen und durch den sechsten Sieg im siebten Bundesliga-Spiel weiter ungeschlagen bleiben. „45 Minuten war das ein starker Fight von uns“, meinte Prokop hinterher. „Die Abwehr hat es gut umgesetzt, unser Torwart zeigte eine ganz starke Leistung. Aber im Angriff haben wir ab der 48. Minute wenig Land gesehen. Wir konnten Paul Drux nicht mehr fernhalten. Vom Trend her stimmt es im Team. Aber wir brauchen mehr Punkte!“ haz/gsd

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