Trainingsstart bei Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf

"Hannover hat 'ne geile Truppe"

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Leichter Nieselregen beim Trainingstart der Recken im Erika-Fisch-Stadion in Hannover – es gibt sicher erfreulichere Bedingungen.

Hannover – Leichter Nieselregen beim Trainingstart der Recken im Erika-Fisch-Stadion in Hannover – es gibt sicher erfreulichere Bedingungen. Von den 16 Profis der TSV Hannover-Burgdorf waren allerdings nur 14 auf der Laufbahn, auf der der Laktattest absolviert wurde. 

Joshua Thiele und Neuzugang Ivan Martinovic sind bei der U 21-Weltmeisterschaft in Spanien, die am Dienstag begann. Sie verpassen, je nachdem wie weit sie mit ihren Teams Deutschland und Kroatien kommen, bis zu zwei Wochen der Vorbereitungsphase. Vor Ort waren dagegen die anderen beiden Neuzugänge: Kurios dabei, dass beide von Erstliga-Absteigern nach Niedersachsen kommen. Bietigheims Torwart Dominico Ebner und Gummersbachs Rückraum-Rechter Ivan Martinovic trennten sich am letzten Spieltag der vergangenen Saison unentschieden, während Ludwigshafen gewann und erstklassig blieb. Ebner, der 2018/19 noch dazu zweimal gegen Hannover gewann, und Martinovic, der gut deutsch mit österreichischem Akzent spricht, stiegen gemeinsam ab. Nach ihrem Tränen-Aus wollen beide nun den Neuanfang in Niedersachsen. „Wir wollen in die Top-10“, meinten beide unisono. „Hannover hat 'ne geile Truppe mit einer neuen Dynamik und einem erfahrenen Kern, aber auch einem jungen Spirit“, sagte Ebner weiter, der die Rückennummer 1 von der nach Berlin gewechselten Torhüter-Legende Martin Ziemer übernimmt. Mit dem verbliebenen Keeper Urban Lesjak will der gebürtige Badener mit italienischer Mutter sich ein packendes Duell liefern. Für den jungen Schweden Alfred Jönsson (21), zuletzt für Lugi Lund (gegen das Hannover 2014 im EHF-Cup spielte) aktiv, sind die Recken die erste Auslandsstation. Der Mittelmann und potenzielle „Back-up“ von Hannovers Dänen-Spielmacher Morton Olsen ist ein sehr stämmiger Typ. „Ich habe einen guten Wurf, spiele auch gern in der Abwehr“, verriet er auf englisch. Freundin Thilda begleitet ihn demnächst bei seinem Deutschland-Abenteuer. Ivan Martinovic ist der Nachgfolger von Kai Häfner (nach Melsungen). Für Traditionsklub Gummersbach traf er vergangene Saison 141 Mal (Bundesliga-Platz 17). Er sagte bei den Recken für drei Jahre zu, lernte das Handballspielen einst in Wien. Trainer Carlos Ortega geht in seine inzwischen schon dritte Saison bei den Recken. Nach dem enttäuschenden 13. Rang in der vergangenen Serie will auch er wieder unter die zehn besten Teams kommen. „Wir haben einen jungen Kader, müssen uns auf die Bundesliga fokussieren. Wir können sehr schnell spielen und müssen unseren Weg finden.“ Sportchef Sven Sören Christophersen: „Wir haben eine gute Mischung zwischen erfahrenen und jungen Spielern.“ haz/gsd

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