Handball-Bundesliga

Recken feiern mühevollen Heimsieg gegen Erlangen

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Die Mannschaft des TSV Hannover-Burgdorf kann sich am Ende doch über einen Heimsieg freuen.

HANNOVER - Was für ein Zitterspiel! Trotz noch größerer personeller Probleme als bisher schon kämpfte sich die TSV Hannover-Burgdorf zu einem überaus qualvollen und glücklichen 26:24 (12:15)-Sieg gegen den HC Erlangen.

Es war ein Handball-Bundesliga-Spiel, dass alles andere als schön anzuschauen war – doch mit dem Sieg für die Recken um so wichtiger war. Erst in der 53. Minute kamen die Hannoveraner überhaupt zur ersten Führung. Sie bewiesen den längeren Atem. „Ich bin einfach nur super-glücklich, dass wir das noch gewonnen haben“, musste Recken-Nationalspieler Fabian Böhm erstmal durchschnaufen: „Das war kein schönes Spiel, aber eben sehr kampfbetont.“ Kann man wohl sagen. Aber man muss die Leistung der Recken auch richtig einordnen. Vor dem Anpfiff war auch noch Spielmacher Morten Olsen ausgefallen – Adduktoren-Probleme. Dafür stellten sich aber Pavel Atman und Evgeni Pevnov wieder in den Dienst der Mannschaft und versuchten es. Bei Atman mit schlimmen Folgen: Er musste zur Pause raus, konnte das Spielfeld nur untergehakt verlassen. Und auch Pevnov musste in der zweiten Halbzeit Pausen einlegen. Von Anfang an kamen die Recken nicht recht ins Spiel. Erlangen deckte gut und setzte vor allem durch Christoph Steinert immer wieder Nadelstiche. Er traf vor der Pause siebenmal, danach aber nur noch einmal, weil die Recken endlich seine Kreise störten und ihn fast aus dem Spiel nahmen. Fünfmal konnte Hannover in der Anfangsphase ausgleichen, ab dem 5:6 (13.) lagen dann nur noch die Franken vorne. Die Recken mit vielen Löchern in der Abwehr und auch die Torhüter Lesjak und Ziemer fassten nur wenige Bälle an. Es lief einfach nicht beim Team von Trainer Carlos Ortega, was angesichts der Ausfälle aber erklärbar war. Bis auf 12:9 bauten die Erlanger ihren Vorsprung aus und auch zur Halbzeit waren die Hannoveraner mit 12:15 hinten. Und so ging es auch nach dem Wechsel weiter, weil den Recken zudem noch viele technische Fehler unterliefen. Erst nach 48 Minuten brachte Böhm sein Team auf 20:21 heran, ehe Lars Lehnhoff per Siebenmeter zum 22:22 ausglich. Dem bis dahin glücklosen Nejc Cehte gelang in der 53. Minute dann die erste Führung zum 23:22. Aber die Gäste schafften jeweils wieder den Ausgleich. Cristian Ugalde warf das 24:23, erneut Cehte traf zum 25:24. Den letzten Treffer markierte schließlich Pevnov, der doch noch mal „auf die Platte“ zurückgekehrt war. Fabian Böhm: „Das war ein Sieg fürs Herz. Schön, dass wir trotz des dezimierten Kaders noch gewonnen haben. Uns fehlte lange die Bereitschaft, den Plan vom Trainer umzusetzen.“ Schon am morgigen Dienstag (19 Uhr, Swiss-Life Hall) spielen die Recken im DHB-Pokal-Achtelfinale gegen den TBV Lemgo. TSV: Lesjak, Ziemer – Cehte (2), Juric, Thiele, Pevnov (2), Lehnhoff (3/3), Atman, Böhm (6), Ugalde (5), Krone, Srsen, Donker, Brozovic (5), Feise (1), Kastening (2). Beste Werfer aus Erlangen waren: Steinert (8/3) und Link (6). 

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